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11. Oktober 2017

Vorstandssitzung SVGW

Die Herbstsitzung des SVGW-Vorstandes vom 21. September 2017 in Pfäffikon SZ fand auch dieses Jahr traditionsgemäss am Vortag zur Mitgliederversammlung statt.
Martin Sager 

Während im Wasser Massnahmen und Projekte zur verstärkten Interessenvertretung im Vordergrund standen, konnte im Energiebereich der Vorsitzende für die Gas-Unterkommission «Erneuerbare Gase und Gasqualität» (G-UK4) gewählt werden. Auf Antrag der Gas-Hauptkommission wählte der Vorstand Christopher Stahel, Geschäftsführer der Erdgas Regio AG, zum neuen Vorsitzenden der G-UK4 sowie als Mitglied der Hauptkommission Gas. Er vertritt dabei die Energie Zürichsee Linth AG.
Zudem liess sich der Vorstand von der Geschäftsstelle über den Halbjahresabschluss 2017 sowie die aktuellen Entwicklungen im Fernwärmebereich und die Aktivitäten der Gas-Hauptkommission informieren.

Elemente für eine sichere und nachhaltige Wasserversorgung

Zentrale Elemente für die sichere und nachhaltige Wasserversorgung sind aus Verbandssicht die verstärkte Interessenvertretung, aber auch die nachhaltige Finanzierung der Vereinsaktivitäten. Seit einiger Zeit ist der SVGW mit der Auslagerung operativer Tätigkeiten von Wasserversorgungen an externe Dienstleister (Ingenieurunternehmen, Wasserverbünde) konfrontiert. Während dadurch einerseits die gewünschte Professionalisierung gefördert werden kann, besteht andererseits die Gefahr, dass die Verbundenheit von Gemeinden mit dem SVGW (Solidarität innerhalb der Branche) verloren geht und es im schlimmsten Fall zu Vereinsaustritten kommt. Dem SVGW-Vorstand ist es ein zentrales Anliegen, den Gemeinden bzw. den Wasserversorgungen die grosse Bedeutung der Vereinsmitgliedschaft für den Fortbestand der Kollektivleistungen des SVGW bewusst zu machen. Er hat deshalb die Geschäftsstelle beauftragt, kurzfristige Massnahmen (u.a. Gespräche mit betroffenen Wasserversorgungen, Präzisierung der Beitragsordnung) umzusetzen und die Thematik innerhalb der Wasserhauptkommission auch längerfristig aufzugreifen.

Mit Genugtuung konnte der Vorstand die zahlreichen Aktivitäten zur Interessenvertretung Wasser zur Kenntnis nehmen. Ein Höhepunkt war sicher die Sensibilisierung der nationalen Parlamentarier mit der Flaschenpost «natürlich Trinkwasser» (s. dazu A&G Nr. 10; 2017). Mit dem Beschluss zur Umsetzung der Bereichsstrategie Wasser sind auch allfällige Anpassungen bei der Umsetzung der Massnahmen im Bereich Interessenvertretungen verbunden. Um die vorhandenen Ressourcen effizient zu nutzen und die Kräfte zu bündeln, erachtet es der Vorstand als wichtig, die Prozesse bei der Umsetzung der verschiedenen Aktivitäten zu überprüfen. Um die optimale Unterstützung des Vorstandes durch die S-AG7 (Interessenvertretung) und die Geschäftsstelle zu erreichen, wurde der Bereich Wasser beauftragt, bis im Dezember 2017 Aufgaben, Rollen und Prozesse zu überprüfen und entsprechende Vorschläge auszuarbeiten.

Verabschiedung Positionspapier «Fremdstoffe in Trinkwasserressourcen»

Im Hinblick auf die geplante Revision der Gewässerschutzverordnung zur Festlegung von Anforderungswerten für bisher nicht geregelte Fremdstoffe hat die Geschäftsstelle in Zusammenarbeit mit Vertretern verschiedener Wasserversorgungen und unter Einbezug von Vertretern der W-UK2 sowie der Wasser-Hauptkommission ein entsprechendes Positionspapier erarbeitet. Der Vorstand hat den Inhalt des Positionspapiers mit einigen wenigen Präzisierungen verabschiedet und die Geschäftsstelle mit der adressatengerechten Aufbereitung beauftragt.

Anpassung von Zertifizierungsreglementen an neue gesetzliche Grundlagen

Per 1. Oktober 2017 hat der Vorstand die beiden Reglemente ZW102/1 (Kunststoffe) sowie ZW102/2 (Metalle) in Kraft gesetzt. Die Änderungen beim Reglement für Kunststoffe beinhalten die Anpassungen an die neue Verordnung im Trinkwasserbereich (TBDV). Beim ZW102/2 wurden u.a. ein dynamischer Verweis auf die 4MS Common Composition List und zusätzliche SVGW-spezifische Anforderungen aufgenommen. Eine weitere Neuerung ist die Berücksichtigung eines dritten Prüf- und Bewertungsverfahrens für Nickel (Migration in das Trinkwasser).

Empfehlung W1014 in Kraft gesetzt

Die komplett überarbeitete Empfehlung «Datenerfassung und -auswertung bei mittleren Wasserversorgungen» (W1014) ersetzt die bisherige Richtlinie W16 und berücksichtigt neue Gegebenheiten und Entwicklungen in der Analytik und bei Online-Messungen. Gleichzeitig umfasst sie auch konkrete Hinweise, welche Parameter beim Rohwasser zu erfassen sind, damit nachgelagerte Prozesse (Desinfektion, mehrstufige Aufbereitung) möglichst optimal abgestimmt werden können. Nach der inhaltlichen Verabschiedung durch die Wasser Hauptkommission im Mai 2017 konnte der Vorstand die Empfehlung nun per 1. Januar 2018 in Kraft setzen und gleichzeitig die grosse Arbeit der Arbeitsgruppe verdanken.

 

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