Plattform für Wasser, Gas und Wärme
News
27. November 2014

Forschungsprojekt "Rheines Wasser"

Dem Rhein auf der Spur

Nirgends im Rhein wurden kritische Grenzwerte überschritten. Das war ein Ergebniss einer ersten Untersuchung von Proben, die Andreas Fath diesen Sommer im Rhein gesammelt hatte.

Der Professor der Hochschule Furtwangen schwamm in 28 Tagen von der Quelle am Tomasee bis zur Mündung in Hoek van Holland für das Forschungsprojekt "Rheines Wasser" durch den gesamten Rhein.

Dank einer hochsensiblen Analytik konnten bereits ab Ilanz Spuren menschlicher Aktivität in Form von blutdrucksenkenden Arzneimittel festgestellt werden. Das Antibiotikum Sulfamethoxazol, das bei der Bekämpfung von Harnwegsinfekten und Lungenentzündungen verwendet wird, liess sich ab Chur nachweisen. Das Schmerzmittel Diclofenac war ab Laufenburg am Hochrhein zu finden.

Die Messungen brachten auch Hinweise für Verbesserungen der Situation im Rhein. Im Jahr 2006 wurden auf Höhe Düsseldorf noch 80 Nanogramm PFOS im Rheinwasser gefunden, im August 2014 waren es noch 6 Nanogramm. PFOS gehört zu den perfluorierten Tensiden und kam häufig  in Feuerlöschern zum Einsatz; seit Juni 2008 sind  PFOS-haltige Löschschäume in der EU verboten.

Mehr Aufschluss über die Bedeutung der Befunde sollten weitere Analysen liefern, insbesondere noch mehr konkrete Angaben zu den Konzentrationen.

Kommentar erfassen

Kommentare (0)

e-Paper

«AQUA & GAS» gibt es auch als E-Paper. Abonnenten, SVGW- und/oder VSA-Mitglieder haben Zugang zu allen Ausgaben von A&G.

Den «Wasserspiegel» gibt es auch als E-Paper. Im SVGW-Shop sind sämtliche bisher erschienenen Ausgaben frei zugänglich.

Die «gazette» gibt es auch als E-Paper. Sämtliche bisher erschienen Ausgaben sind frei zugänglich.