Plattform für Wasser, Gas und Wärme
03. September 2015

D-A-CH

Länderübergreifende Zusammenarbeit

Der SVGW wurde neu durch Jean-Claude Weber und Martin Sager vertreten, während beim DVGW sowohl Präsidium wie Geschäftsführung mit Dietmar Bückemeyer und Gerald Linke eine Änderung erfahren hatten. Der ÖVGW wird seit 2015 durch Wolfgang Zerobin von Wiener Wasser präsidiert. Einzig Geschäftsführer Michael Mockwar war bereits beim letzten Treffen dabei.

Einen Schwerpunkt bei den länderübergreifenden Diskussionen der D-A-CH-Vertreter bildete die Koordination und Intensivierung der Zusammenarbeit in der Gasforschung. Weiter wurden Erfahrungen zu unterschiedlichen Organisationsformen im Innovationsbereich wie beispielsweise die Bildung von Clustern ausgetauscht. Deutschland wird das Forschungsbudget für die nächsten fünf Jahre von heute € 5 Mio. auf 10 Mio € verdoppeln und damit im Gasbereich wesentliche Beiträge für die Energiewende leisten. Österreich hat zudem zugesichert, eine Mitwirkung beim Forschungs- und Innovationsnetzwerk ERIG zu prüfen.

Die Rahmenbedingungen im Zertifizierungsbereich haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Aus diesem Grund wurden Chancen und Risiken eines länderübergreifenden Qualitätszeichens intensiv diskutiert. Das Ziel muss sein, mit einer gegenseitigen Anerkennung von Prüfungen, den freien Warenverkehr nicht zu behindern und gleichzeitig das hohe Qualitätsniveau beizubehalten. Das Thema "Zertifizierung" soll in weiter führenden Gesprächen zwischen den Fachspezialisten der drei Vereine vertieft werden.

Als Rahmenprogramm stand eine Besichtigung der Wiener Wasserversorgung an. Die Wiener Bevölkerung wird über zwei Hochquellenleitungen, Behälter und ein angeschlossenes Rohrnetz mit Hochquellwasser aus dem südlichen Niederösterreich und der Steiermark sowie mit einem geringen Anteil an Grundwasser versorgt. Das Wasser wird über Kanäle, Stollen und Aquädukte, die noch aus der Zeit von Kaiser Franz Joseph I. stammen über eine Distanz von 112 km bzw. 183 km transportiert.

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