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29. August 2018

Stans: 125 Jahre Wasserversorgung

Zum Jubiläum gab’s ein grosses Fest

Vor 125 Jahren beschlossen die Stanser, das Wasser über Leitungen in die Häuser zu liefern: Zum Jubiläum wurde informiert, gefeiert und ein wenig beschenkt. Im Zentrum der Veranstaltungen stand dabei die historische und die aktuelle Trinkwasserversorgung von Stans.

Als die Stanser Gemeindeversammlung Ende Juli 1893 den Kredit für eine Wasserversorgung und den Bau eines Reservoirs in der oberen Klostermatt beschloss, war das «ein bedeutungsvoller Schritt auf dem Weg in die Moderne», schrieb die «Luzerner Zeitung» Ende Juni dieses Jahres. Der Entscheid habe nämlich das Ende für die tägliche Pflicht bedeutet, sich aus den über zwanzig Brunnen oder dem Dorfbach Wasser holen zu müssen. Wie in vielen anderen Gemeinden habe damit die Zukunft in Form von Wasserleitungen Einzug in die Häuser gehalten.

«Tatsächlich war Stans damit nicht allein, überall entstanden in diesen Jahren Wasserversorgungen, die bis heute Bestand haben», erklärt dazu der Stanser Brunnenmeister Christoph Scheuber. Plötzlich sei sauberes Trink- und Gebrauchswasser «vom Luxus zu einer immer grösseren Selbstverständlichkeit» geworden.

Hat eine ziemlich lange Leitung

Heute sei Wasser, so Christoph Scheuber gegenüber der «Luzerner Zeitung» das wohl am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Um die Versorgung mit qualitativ einwandfreiem Wasser jederzeit zu gewährleisten, verfüge die Stanser Wasserversorgung für ihre rund 11 300 Konsumentinnen und Konsumenten in Stans, Oberdorf und Büren über vier Pumpwerke, jeweils fünf Reservoirs und Quellen sowie über ein Leitungsnetz, das mehr als 110 Kilometer lang sei. Zudem», so der Stanser Brunnenmeister, «fliessen jährlich etwa 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser durch die Leitungen der Stanser Wasserversorgung.»

Investitionen sind immer wieder nötig

Beeindruckende Zahlen und grosse Fortschritte also, welche die Gemeindeversammlung durch ihren Entscheid vor 125 Jahren ermöglicht hat. Gründe genug auch für Stans und ihre Wasserversorgung, Anfang Juli das 125-Jahr-Jubiläum gebührend zu feiern: mit einem Fest auf dem Dorfplatz, an dem Spiel und Spass, aber auch sehr viel Wissenswertes über die örtliche Trinkwasserversorgung geboten wurde, und mit Führungen durch das Reservoir «Untere Klostermatt».

Dabei ging es auch darum, die Gelegenheit zu nutzen, die Bevölkerung über die Wasserversorgung zu informieren, meint Christoph Scheuber weiter: «Es ist wichtig, dass die Konsumentinnen und Konsumenten auch wissen, dass für die heute so selbstverständliche Versorgung auch immer wieder Investitionen nötig sind.» Jährlich müsse etwa ein bis zwei Prozent des gesamten Leitungsnetzes erneuert werden, um die Infrastruktur zu erhalten. «Unsere Anlagen und Leitungen sind aber weitgehend in einem guten Zustand», präzisiert der Brunnenmeister. Dies habe auch der generelle Wasserversorgungsplan, eine mit externen Fachingenieuren erarbeitete Bestandesaufnahme, bestätigt. Dennoch erfolge in naher Zukunft eine Überprüfung der Finanzen: Stans habe derzeit mit 45 Rappen pro 1000 Liter noch einen der tiefsten Wasserpreise der Schweiz.

Aufwand hat sich gelohnt

Am Ende der verschiedenen Veranstaltungen zum 125-jährigen Bestehen zeigte sich Christoph Steuber begeistert vom Erreichten: «Es war ein grosser Erfolg! Niemals hätten wir erwartet, dass bei diesen hohen Temperaturen so viele Besucherinnen und Besucher kommen. Wir haben der Bevölkerung als Erinnerung an den Anlass einige Wasserflaschen abgegeben, die es ähnlich auch beim SVGW gibt, und diese sind auf grossen Anklang gestossen. Der Aufwand für das Jubiläum war zwar riesig, doch er hat sich gelohnt.» Grosser Dank gebühre dabei auch all denjenigen, die mitgeholfen hätten: «Die Arbeiten konnten unserer kleinen Struktur wegen zwar nicht auf allzu viele Schultern verteilt werden, doch alle haben entsprechend ihren Möglichkeiten und trotz teilweiser Überstunden tatkräftig mitgeholfen, und das hat mich sehr gefreut!».

 

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