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14. Mai 2019

Medienmitteilung SVGW

Hahnenwasser erfreut sich hoher Beliebtheit

Rund 75 Prozent der Bevölkerung trinkt regelmässig Hahnenwasser, knapp 60 Prozent sogar mehrmals täglich. Gleichzeitig steht der Grossteil der Befragten hinter einem vorsorglichen Schutz der Trinkwasserressourcen und erwartet ein natürliches Trinkwasser. Das zeigt die repräsentative Umfrage von gfs-zürich im April 2019 im Auftrag des Trinkwasserverbandes SVGW.

Hahnenwasser geniesst in der Schweiz seit 2001 eine ungebrochen hohe Beliebtheit. Aktuell konsumieren es 58% der Bevölkerung mehrmals täglich, 28% trinken es «jeden oder fast jeden» Tag oder «ab und zu». Frauen trinken Hahnenwasser noch etwas häufiger als Männer. Lediglich 14% geben an, «nie» oder «nur selten» Trinkwasser zu konsumieren, 2001 waren es noch 23%. Als Hauptgründe fürs Hahnenwassertrinken werden der «gute Geschmack» und die «hohe Qualität» sowie der «günstige Preis» und die «hohe Verfügbarkeit» am meisten genannt.

Hohe Zufriedenheit mit der Qualität

Knapp 90% der Bevölkerung beurteilen ihre Hahnenwasserqualität als «sehr gut» oder «gut». Insbesondere die Beurteilung «sehr gut» hat sich in den letzten 18 Jahren stetig verbessert und wird heute von 54% angegeben. Entsprechend bekundet die Bevölkerung auch grosses Vertrauen in die Wasserversorgungen. 65% haben «sehr viel» Vertrauen, 21% haben «viel» Vertrauen.

Wieviel wird getrunken?

Erstmals wurde die Bevölkerung nach ihrer Einschätzung gefragt, wieviel Hahnenwasser sie tagtäglich trinken. 10% sind der Meinung, sie trinken mehr als 2 Liter. 36% geben an, sie trinken zwischen 1.1 und 2 Liter täglich und rund 25% schätzt, dass sie zwischen 0.6 und 1 Liter zu sich nehmen. «Hahnenwasser dürfte damit das beliebteste Getränk und damit auch der beliebteste Durstlöscher der Schweiz sein», meint André Olschewski, Bereichsleiter Wasser des Trinkwasserverbandes SVGW.

Sorgen für die Zukunft

Die Trinkwasserqualität ist keine Selbstverständlichkeit, das ist auch der Bevölkerung bewusst. So äussern sich 30% der Befragten, dass sie sich «viele» bis «sehr viele» Gedanken um die Trinkwasserqualität machen würden. Immerhin 22% machen sich «ab und zu» Gedanken über die Qualität. Die grössten Gefahren für die Trinkwasserqualität ortet die Bevölkerung bei einer intensiven Landwirtschaft (Pestizide, Gülle) und bei Risiken durch Verschmutzungen im Allgemeinen.

Schutzmassnahmen für sauberes Wasser geniessen Sympathien

Unverändert hoch ist der Anspruch, ein möglichst natürliches, das heisst ein möglichst wenig aufbereitetes Trinkwasser zur Verfügung zu haben. Für 42% ist dies «sehr wichtig» und für 20% «wichtig». Dementsprechend begrüssen 83%, die Forderung, dass die Trinkwasserressourcen vorsorglich stärker geschützt werden sollen. Auch die Hauptforderungen der beiden hängigen Volksinitiativen geniessen in der Schweizer Bevölkerung Unterstützung. 68% würden zum Schutz des Grundwassers ein Verbot von synthetischen Pestiziden (eher) begrüssen und 57% würden die Forderung, dass nur noch Landwirte finanziell unterstützt werden, die ohne künstliche Pestizide arbeiten, (eher) unterstützen.

SVGW sieht sich in Strategie bestärkt

Der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches SVGW ist sehr erfreut über das hohe Vertrauen in das unverzichtbare Lebensmittel Trinkwasser und dessen Beliebtheit.  «Es ist für uns enorm wichtig zu wissen, dass die Bevölkerung die Leistungen einer nachhaltigen Trinkwasserversorgung schätzt und unser Engagement zum Schutz des Trinkwassers mitträgt», sagt Martin Sager, Direktor des SVGW.

Der Trinkwasserverband sieht sich daher in der Strategie bestätigt, aktiv und sachlich auf Herausforderungen und reale «Gefahren für die Trinkwasserversorgung», wie beispielsweise die Pestizid- und Nährstoffbelastung der Trinkwasserressourcen durch die intensive Landwirtschaft hinzuweisen und einen wirksameren Schutz der Ressource Wasser einzufordern. Schliesslich sollen auch kommende Generationen das Privileg der nachhaltigen und günstigen Versorgung mit natürlichem Trinkwasser geniessen können.

Die Interviews wurden als Teil einer Omnibus-Umfrage vom Markt- und Sozialforschungsinstitut gfs-zürich mittels CATI (Computer Assisted Telephone Interviewing) durchgeführt. Bei Omnibus CATI handelt es sich um eine telefonische und repräsentative Mehrthemenbefragung der erwachsenen Schweizer Bevölkerung in der Deutsch- und Westschweiz. Das heisst, die Fragebogen mehrerer Auftraggeber werden zu einem Fragekatalog gebündelt.

Die Fragen richteten sich an die sprachassimilierte Wohnbevölkerung in der Deutsch- und Westschweiz im Alter von 18 bis 99 Jahren. Für die Studie wurden insgesamt 1009 Interviews durchgeführt, davon 752 in der Deutsch- und 257 in der Westschweiz. Die Befragten weisen folgende Altersverteilung auf: 35% zwischen 18 und 39 Jahren, 43% zwischen 40 und 64 Jahren sowie 22% zwischen 65 und 99 Jahren. 51% waren Frauen; 49% Männer.

Die Befragung zum Thema Trinkwasser dauerte rund 5 Minuten, die ganze Omnibus-Befragung rund 15 Minuten. Es wurden nur erfahrene Interviewer eingesetzt, die im Rahmen einer ausführlichen Instruktion auf ihre Aufgabe vorbereitet wurden. Die 1009 Personen wurden zwischen dem 20. März und 13. April 2019 angerufen. Die Durchführung der Erhebung erfolgte nach den Normen der Branche.

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