Plattform für Wasser, Gas und Wärme
17. Februar 2020

Jubiläumsveranstaltung in Essen

«E-world energy & water» setzt neue Bestmarken

Zu ihrem 20. Jubiläum präsentierte sich Europas Leitmesse der Energiewirtschaft einmal mehr als der Impulsgeber für die Branche. Auf der E-world energy & water zeigten über 800 Austeller aus über zwei Dutzend 25 Nationen den erneut über 25000 Besuchern ihre Innovationen rund um die Energieversorgung.

Eines wurde in Essen deutlich: Ob internationaler Konzern, regionaler Energieversorger oder Start-up, sie alle setzen auf eine smarte und grüne Energiewende. Experten aus Wirtschaft, Politik und Verbänden tauschten sich drei Tage lang über Chancen und Herausforderungen aus und informierten sich über neue Lösungen.

«Es war eine sehr erfolgreiche E-world», erklärte Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen. «Die Branche sucht und findet in Essen greifbare Lösungen für die Energieversorgung der Zukunft. Fast drei Viertel der Fachbesucher sind dabei Entscheidungsträger. Das unterstreicht die Bedeutung der E-world für den europäischen Energiesektor.» Und ein anderer Messeteilnehmer meinte: «Der hohe Anteil an Entscheidungsträgern zeigt, dass auf der E-world genau die Experten sind, welche die Energiewende vorantreiben können. Die Messe hat mit den Themen ‘Smart Cities & Climate Solutions’ die Schwerpunkte gesetzt, welche die Energiewirtschaft bewegen.»

Vor allem digitale Lösungen im Fokus

Bestimmendes Thema auf der E-world war die Energiewende. Sicher, grün und bezahlbar soll die Energieversorgung der Zukunft sein. Unternehmen zeigten auf der Messe, wie Produzenten und Verbraucher effizient miteinander vernetzt werden können, damit der Energieverbrauch minimiert wird. Dazu gehörten intelligente Steuersysteme für Energieversorgungsunternehmen, flexible Batteriespeicher oder auch Adapter für Wasser- oder Stromzähler, die Daten einfach und komfortabel aufs Smartphone übermitteln. Zu sehen waren zudem smarte Strassenlaternen mit WLAN-Funktion, Kohlendioxid-Messgeräte, Parkraumanzeigen und E-Bike-Ladefunktion.

Viele Unternehmen zeigten zudem , welche Möglichkeiten es für eine fossilfreie Zukunft gibt, in der alternative Antriebe und neue Kraftstoffe wichtiger werden. E.ON und Volkswagen präsentierten ein neues ultraschnelles Ladesystem für E-Autos. Vattenfall stellte seinen Messeauftritt unter das Leitmotiv einer fossilfreien Energieversorgung binnen einer Generation. Vorgestellt wurde deshalb die weltweit erste Pilotanlage zur fossilfreien Stahlproduktion mit Hilfe von Wasserstoff. Bestimmendes Thema an vielen Ständen waren zudem langfristige Stromlieferverträge – sogenannte Power Purchase Agreements (PPAs) – für Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen.

Plattform für den Branchennachwuchs

Auf der E-world informierten sich erneut über 25 000 Besucherinnen und Besucher aus 25 Nationen. Sie kamen unter anderem von Energieversorgern, Stadtwerken und Dienstleistungsunternehmen. Ihr besonderes Interesse galt den Neuheiten. Die fanden sie vor allem im Ausstellungsbereich Innovation, der mit 130 Ausstellern so gross war wie noch nie. Hier zeigten junge Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups ihre Ideen für die Energieversorgung von morgen. Ein Speed-Dating vermittelte zudem wertvolle Kontakte zwischen Unternehmensgründern und interessierten Investoren.

Auf den Branchennachwuchs legten die Veranstalter der Fachmesse ebenfalls ein besonderes Augenmerk. So brachte das Karriereforum Studenten, Absolventen und Young Professionals mit den verschiedenen Unternehmen zusammen.

Weitere Ansätze für die Energiewende

Wichtige Impulse gingen zudem vom hochkarätigen Rahmenprogramm aus. Im messebegleitenden Kongress gaben Experten ihr Wissen weiter, darunter zu Themen wie „Wasserstoff – Lösungsansätze zur Energiewende“, „Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung“ oder „Glasfaser“. Den Auftakt am ersten Messetag machte der Kongress der Energie-Agentur von Nordrhein-Westfalen mit rund 700 deutschen und internationalen Teilnehmern. Schwerpunktthema in diesem Jahr war dabei die Bedeutung von Energielösungen für Smart Cities. Dazu braucht es integrierte Versorgungskonzepte, die Strom, Wärme und Mobilität zusammen betrachten. Der 24. Fachkongress Zukunftsenergien der Energie-Agentur hat das Thema umfassend betrachtet und zu einer breiten Vernetzung der Entscheidungsträger für zukunftsfähige Energielösungen für Städte beigetragen. Zudem gab es in den themenspezifischen Foren «Smart Tech», «Innovation», «Energy Transition» und «Trading & Finance»“ Vorträge und Diskussionen direkt vor Ort.

Hohe Wiederbesuchsabsichten

Dieser umfassenden und zukunftsweisenden Kombination aus Messe und Kongress gaben die Besucher Bestnoten. 94 Prozent lobten die Präsenz der Marktführer. Dabei bestätigte die Leitmesse ihre Attraktivität auf europäischer Ebene: Knapp jeder fünfte Messebesucher reiste von ausserhalb Deutschlands an. Besonders stark vertreten waren Gäste aus Grossbritannien, Dänemark und den Niederlanden. Zum Tag der Konsulate kamen Teilnehmer unter anderem aus Israel, Schweden, Kuwait und Kuba.

92 Prozent der Besucher und 96 Prozent der Aussteller wollen auch an der nächsten «E-world energy & water» teilnehmen, die vom 9. bis 11. Februar 2021 in der Messe Essen stattfinden wird.

 

 

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