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18. Februar 2020

Revision Gewässerschutzverordnung - Position des SVGW

Neue Anforderungswerte stärken den Schutz der Trinkwasserresourcen

Die Gewässerschutzverordnung ist in der Schweiz revidiert worden und tritt per 1. April 2020 in Kraft. Der SVGW als Fachverband der Trinkwasserversorger begrüsst die Einführung der neuen Anforderungswerte für kritische Fremdstoffe in Oberflächengewässern.

Pestizide und andere Mikroverunreinigungen können das Trinkwasser verunreinigen und die Lebewesen im Wasser schädigen. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) will die Gewässer besser schützen. Es hat dazu die Gewässerschutzverordnung (GSchV) angepasst. Wie bisher dürfen Pestizide in allen Bächen, Flüssen und Seen, aus denen Trinkwasser gewonnen wird, den Grenzwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter nicht überschreiten. Für 12 Pestizide, die für Wasserlebewesen besonders problematisch sind, führt die Verordnung zusätzlich strengere Grenzwerte ein. Erstmals werden auch für drei Arzneimittel Grenzwerte festgelegt. Die revidierte Gewässerschutzverordnung tritt am 1. April 2020 in Kraft.

Position des SVGW

Der SVGW als Fachverband der Trinkwasserversorger begrüsst die Einführung der neuen Grenzwerte für kritische Fremdstoffe in Oberflächengewässern. Ungefähr 20% des Trinkwassers wird aus Oberflächengewässern, das heisst vor allem aus Seen gewonnen. Hier profitiert die Trinkwassergewinnung direkt von den neuen Vorgaben für Arzneimittel. Die restlichen 80% des Trinkwassers stammen aus Grund- und Quellwasser. Durch die neuen Anforderungswerte werden somit auch ufernahe Grundwasserfassungen deutlich besser geschützt, da sie zum Teil stark von der Qualität der Oberflächengewässer beeinflusst werden.

«Dass die neuen Anforderungen neben Pestiziden auch andere Fremdstoffe umfassen, ist ein grosser Schritt hin zu einem effektiven vorsorglichen Schutz der Trinkwasserressourcen», sagt André Olschewski, Leiter des Bereichs Wasser beim SVGW. Aus Sicht des Trinkwasserverbandes sollten im Rahmen der laufenden politischen Geschäfte wie der Agrarpolitik 22+ aber noch weitere Massnahmen zum Schutz der Trinkwasserversorgung beschlossen werden.

Hier geht's zur revidierten Gewässerschutzverordnung! 

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