Am 12. September 2026 führte die Gruppenwasserversorgung Geroldswil-Oetwil an der Limmat-Weiningen gemeinsam mit der Gemeinde Geroldswil eine grossangelegte Wassernotfallübung durch. Laut einer Meldung der Gemeinde Geroldswil war das Ziel, die im gemeinsamen Notfallkonzept festgelegten Abläufe unter möglichst realistischen Bedingungen zu überprüfen und das Zusammenspiel der beteiligten Organisationen für den Ernstfall zu erproben. Eine erste Bilanz der Verantwortlichen fällt positiv aus. Gut funktioniert haben insbesondere der Aufbau und Betrieb der Not-Trinkwasser-Abgabestellen und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einsatzorganisationen.
Als Szenario wurde angenommen, dass ein starkes Erdbeben das Grundwasserpumpwerk Schanzen sowie wesentliche Teile der Transport- und Verteilinfrastruktur beschädigt hat. Daraus abgeleitet wäre eine reguläre Versorgung der Bevölkerung über das Leitungsnetz nicht mehr möglich gewesen. Das benötigte Trinkwasser musste deshalb mit Tanklastwagen zu den vorgesehenen Not-Trinkwasser-Abgabestellen transportiert und dort an die Bevölkerung verteilt werden.
Laut der Gemeinde leistete die Bevölkerung einen wichtigen Beitrag zur Übung: Zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner machten von der Möglichkeit Gebrauch, mit eigenen Gefässen Trinkwasser an den eingerichteten Abgabestellen zu beziehen. Insgesamt sollen von 286 Personen auf diese Weise rund 1551 Liter Trinkwasser bezogen worden sein. Die rege Beteiligung ermöglichte es den Einsatzkräften, die Abläufe unter realitätsnahen Bedingungen zu testen: von der Anlieferung des Wassers über die Organisation der Abgabestellen bis hin zur eigentlichen Verteilung an die Bevölkerung. Gleichzeitig konnten die Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen Wasserversorgung, Gemeindeführungsorganisationen, Feuerwehr, Zivilschutz, Polizei und kantonalen Stellen erprobt werden.
Die Verantwortlichen der Übung ziehen eine positive erste Bilanz: Insbesondere der Aufbau und Betrieb der Not-Trinkwasser-Abgabestellen habe gut funktioniert und ebenso die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einsatzorganisationen. Die detaillierte Auswertung der Übung erfolge in den nächsten Tagen und die gewonnenen Erkenntnisse sollen anschliessend in das gemeinsame Notfallkonzept einfliessen.
Neben dem eigentlichen Übungsbetrieb entwickelte sich der Anlass, gemäss der Mitteilung, auch zu einem Begegnungspunkt für Gross und Klein. Die beteiligten Einsatzorganisationen gewährten der Bevölkerung einen Einblick in ihre Arbeit und Einsatzmittel. Damit bot die Wassernotfallübung nicht nur die Gelegenheit, wichtige Abläufe für eine ausserordentliche Lage zu überprüfen, sondern brachte gleichzeitig Bevölkerung, Behörden und Einsatzorganisationen auf unkomplizierte Weise miteinander in Kontakt. Die Besucherinnen und Besucher konnten hautnah erleben, welcher Aufwand und welche Zusammenarbeit notwendig sind, damit die Trinkwasserversorgung auch in einer schweren Mangellage zuverlässig gewährleistet werden kann.
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