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22. Januar 2021

Wasserressourcen Luzern

Regionale Verteilung des Wassers als Herausforderung für Luzern

Nicht alle Regionen haben gleich viel Wasser. Die regionale Verteilung ist eine grosse Herausforderung für die nächsten Jahre.

Es sei wichtig, die Bewirtschaftung des Wassers in Zukunft verstärkt regional zu koordinieren und regional abgestimmte Lösungen umzusetzen, heisst es im Bericht der kantonalen Dienststelle Umwelt und Energie des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements zum aktuellen Stand der Wassernutzung und Wasserversorgung im Kanton Luzern.

Insgesamt besteht im Kanton Luzern laut dem Bericht auch in Zukunft kein Mangel an Wasser. Aber grosse Wasserreserven in den Regionen Luzern Plus (Vierwaldstättersee, Grundwasservorkommen Reusstal und Tal der Kleinen Emme) und Luzern West (Grundwasservorkommen Luther- und Wiggertal) stehen nur sehr geringen Reserven in den Regionen Sursee-Mittelland und Seetal gegenüber. Diese reichten insbesondere in andauernden Trockenperioden in Zukunft voraussichtlich nicht aus, um die Versorgung der Bevölkerung jederzeit sicherzustellen, heisst im Bericht weiter. 

Versorgungssicherheit gewährleisten
Die Wasserversorgung im Kanton Luzern wird derzeit von über 240 öffentlichen Versorgungen wahrgenommen. Überregionale Wasserverbunde und eine überregionale Zusammenarbeit zwischen Wasserversorgungen fehlten bisher aber weitgehend. Auf kantonaler Ebene fehle zudem eine Übersicht über den Stand der Wasserversorgungsanlagen. Als Ziel wurde deshalb festgelegt, dass die Versorgungssicherheit gewährleistet und die Wasserversorgungen professionell sowie flächendeckend geführt werden. Aus dem Bericht geht weiter hervor, dass Industrie und Gewerbe heute weniger Wasser verbrauchen als vor einigen Jahrzehnten. Für viele Landwirtschaftsbetriebe aber sei die Wasserversorgung in Hitze- und Trockenperioden, die mit dem Klimawandel zunehmen, eine Herausforderung.

Wasserqualität
Die Qualität des Grundwassers im Kanton Luzern wird als mehrheitlich gut bezeichnet. Probleme bereiten zu hohe Nährstoffeinträge in die Gewässer. Zudem fehlten Daten über die Belastung der Luzerner Gewässer mit Mikroverunreinigungen weitgehend.

Der Bericht bildet die Grundlage für den Bereich Wassernutzung und Wasserversorgung im Planungsbericht Klima und Energie, der die Regierung vor zehn Tagen in die Vernehmlassung geschickt hatte.

 

 

 

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