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12. Mai 2021

Invasive Arten

Vorsicht vor blinden Passagieren

In der Schweiz verbreiten sich gebietsfremde Tiere und Pflanzen, die teils zu erheblichen Schäden führen. Mit einer Kampagne will der Kanton Zürich nun verhindern, dass blinde Passagiere beim Wassersport oder beim Fischen von einem Gewässer ins nächste geschleppt werden.

(sda, AWEL) Die sogenannten Neobiota können Menschen, Tiere, Infrastruktur und die Umwelt erheblich schädigen, wenn sie sich stark ausbreiten, wie die Baudirektion am Dienstag mitteilte.

In Gewässern haben beispielsweise amerikanische Grosskrebse die einheimischen Edelkrebse an einigen Orten bereits zum Aussterben gebracht. Quaggamuscheln verstopfen Wasserentnahmeleitungen und filtrieren so viele Nährstoffe aus dem Wasser, dass Fischen die Nahrung fehlt.

Sind sie einmal da, wird man die Neuankömmlinge praktisch nicht mehr los. Daher ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass sie sich nicht weiter ausbreiten. Eine wichtige Rolle dabei spielen etwa Wassersportgeräte. Denn an Booten, Paddeln oder Tauchausrüstung können etwa Larven von Muscheln praktisch nicht sichtbar mitreisen.

Boote und Ausrüstungen müssen darum direkt nach dem Auswassern sorgfältig gereinigt und getrocknet werden, bevor sie in anderen Seen oder Flüssen wieder eingesetzt werden, wie es in der Mitteilung heisst. Auf der Website des Kantons gibt es dazu auch zwei kurze Erklärvideos.

Erfolgreiche Plakation wird weitergeführt und ausgeweitet

Seit Anfang Mai machen erneut Plakate an diversen Einwasserungsstellen im ganzen Kanton auf das richtige Verhalten aufmerksam. Das AWEL informiert auch weiterhin direkt Wassersportverbände und -organisationen, damit diese ihre Mitglieder sensibilisieren. Das Problem hört an der Kantonsgrenze nicht auf, deswegen wird die Plakataktion zusammen mit den anderen Ostschweizer Kantonen durchgeführt. Auch sie informieren mit dem gleichen Plakat. So hat die Aktion eine grössere Tragweite.

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