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06. April 2021

WWZ

Ausbau der Fernwärme schreitet voran

Die Zuger WWZ-Gruppe ist gut durch das Coronajahr 2020 gekommen und hat trotz Lockdown ihre strategischen Entwicklungsprojekte mit Erfolg vorangetrieben, so etwa den Ausbau der Fernwärme.

Der Nettoerlös der WWZ konnte mit 227,6 Mio. Franken auf Vorjahresniveau gehalten werden, das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) trotz tieferem Energieabsatz gar leicht gesteigert werden. Als Folge der hohen Wachstumsinvestitionen stiegen die ordentlichen Abschreibungen, das operative Ergebnis sank auf 37,4 Mio. Franken. Der Konzerngewinn liegt mit 39,0 Mio. Franken unter dem von positiven Einmaleffekten geprägten Vorjahresgewinn. WWZ empfiehlt der Generalversammlung eine unveränderte Dividende von 330 Franken pro Aktie und die Genehmigung eines Aktiensplits von 1:10.

Starkes Wachstum

Der Strom- und Gasabsatz sank 2020 vor allem aufgrund der Auswirkungen des Lockdowns auf Gewerbe und Industrie. Das Wärme- und Kältegeschäft legte dank des Anschlusses weiterer Liegenschaften an die Fernwärmenetze von WWZ zu, und auch die Elektromobilität verzeichnete starkes Wachstum. Bei der Telekom sank die Zahl der Digitalanschlüsse erneut leicht, die Nachfrage nach digitalen Angeboten nahm hingegen wieder Fahrt auf. Der Wasserverbrauch stieg auf ein Rekordhoch.

Die WWZ tätigte im Jahr 2020 wiederum beträchtliche strategische Wachstumsinvestitionen. Die Nettoinvestitionen in den Unterhalt der Infrastruktur sowie in den Ausbau der Fernwärme und der Telekomnetze betrugen 87,0 Mio. Franken.
Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 37,4 Mio. Franken 10,8 Prozent unter dem Vorjahr. Der Rückgang ist eine Folge der gestiegenen ordentlichen Abschreibungen auf den hohen Wachstumsinvestitionen. Der Konzerngewinn liegt mit 39,0 Mio. Franken (-19,1 Prozent) ebenfalls unter dem Vorjahr – im Vorjahresergebnis war ein positiver Einmaleffekt auf den Steuern von über 6,0 Mio. Franken enthalten.

Unveränderte Dividende

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit betrug 92,6 Mio. Franken und lag CHF 4,8 Mio. unter Vorjahr, primär bedingt durch den tieferen Geschäftsgewinn. Nach Abzug der Investitionen resultierte ein Free Cashflow von 8,6 Mio. Franken Die flüssigen Mittel sanken um 13,3 Prozent auf 77,0 Mio. Franken.
Der Finanzertrag aus Wertschriftenanlagen war im Berichtsjahr tiefer als im ausserordentlichen Börsenjahr 2019, das Finanzergebnis sank auf 4,7 Mio. Franken (-24,2 Prozent). Die Eigenkapitalquote lag bei 86,6 Prozent. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital finanziert.

Auch die diesjährige Generalversammlung von Anfang Mai findet coronabedingt ohne persönliche Teilnahme der Aktionärinnen und Aktionäre statt. Angesichts des soliden Ergebnisausweises und des weiterhin grossen Investitionsbedarfs zum Auf- und Ausbau künftiger Wachstumsfelder, empfiehlt der Verwaltungsrat eine unveränderte ordentliche Dividende von 330 Franken pro Aktie.

 

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