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22. Dezember 2021

SeeWandel Faktenblatt No. 02

Quaggamuschel im Bodensee

Forscherinnen und Forscher gingen im Projekt «Seewandel» der Frage nach, welche Folgen die gebietsfremde Quaggamuschel im Bodensee für das Ökosystem nachsichzieht. Die Ergebnisse wurden in einem Faktenblatt zusammengefasst und werden nun zur Verfügung gestellt.

Das Projekt «SeeWandel: Leben im Bodensee – gestern, heute und morgen» untersucht den Einfluss von Nährstoffrückgang, Klimawandel, gebietsfremder Arten und anderer Stressfaktoren auf das Ökosystem Bodensee, seine Biodiversität und Funktionsweise, sowie die menschliche Nutzung am See. Im Rahmen des Projekts werden Informationen und Forschungsergebnisse im Format von Faktenblättern aufbereitet, aktuell zum Thema «Quaggamuschel».

Innerhalb kürzester Zeit hat sich die neu eingewanderte gebietsfremde Quaggamuschel im Bodensee ausgebreitet und die gebietsfremde Zebramuschel zurückgedrängt. Sie vermehrt sich massenhaft und besiedelt den See bis in grosse Tiefen. Die Quaggamuschel wächst nicht nur an Booten, Stegen und in Rohren, auch auf weichem Substrat kann sie sich ansiedeln. Welche Folgen die schnelle Ausbreitung für das Ökosystem Bodensee hat, lässt sich noch nicht abschliessend sagen, so die Forschergruppe.

Die gut untersuchten Grossen Seen (Great Lakes) in Nordamerika liefern jedoch Anhaltspunkte zu möglichen Folgen für den Bodensee. Die Forschergruppe befürchtet, dass die Quaggamuschel auch in unseren Gewässern die Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringen wird. Die rasante Weiterverbreitung in verschiedene Seen verdeutlicht das Risiko für bisher unbesiedelte Gewässer.

SEEWANDEL-FAKTENBLÄTTER

Alle SeeWandel-Faktenblätter stehen auf der Projektwebsite zum Download zur Verfügung.

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