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08. März 2024

Trinkwassersicherheit

EurEau fordert ein EU-weites Verbot von PFAS

Ewigkeitschemikalien können in der Umwelt weder biologisch, chemisch noch physikalisch abgebaut werden und bergen ein Gesundheitsrisiko für Natur und Mensch. Auch eine technische Entfernung aus Rohwasser ist nur unter grossem Aufwand möglich. Aus diesem Grund hat die Organisation EurEau in einem offenen Brief an die EU-Kommissionspräsidentin ein Verbot dieser Stoffgruppe gefordert.

Die Organisation EurEau, eine Vereinigung von 37 Wasserversorgern in Europa, fordert in einem offenen Brief an die EU-Präsidentin Ursula von der Leyen das Verbot von PFAS. Im Schreiben hält EurEau fest, dass der «European Green Deal» nicht gelingen könne, solange PFAS produziert und verwendet werden. Das Verbot muss, so EurEau, schnell und umfassend sein, da Mensch und Umwelt noch Jahrzehnte dem Risiko von PFAS ausgesetzt sein werden. Die Vereinigung der Wasserversorger schliesst sich der Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit an und sieht in der Herstellung und Verwendung von PFAS ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko.

Nachträgliche Entfernung aus Wasser sei keine brauchbare Option

Mit Blick auf die Wassersicherheit und den «European Green Deal» begründet EurEau das Verbot mit unterschiedlichen Argumenten:

  • Die nachträgliche Entfernung von PFAS aus dem Rohwasser ist technisch sehr anspruchsvoll, verursacht viele Treibgasemissionen und die PFAS können bisher nicht vernichtet werden. Sie müssen auf einen langen Zeitraum sicher gelagert werden.
  • Die Verwendung von PFAS macht das Ziel, eine Kreislaufwirtschaft inklusive Nährstoff- und Kohlenstoffkreislaufs aufzubauen, unmöglich.
  • Der Grossteil der Aktivkohle, die für die nachträgliche Entfernung von PFAS verwendet wird, kommt aus China. Das führt zu einer unerwünschten Abhängigkeit bei einer kritischen Infrastruktur.

 

Zusätzliche Informationen

Den kompletten Brief an die Kommissionspräsidentin ist auf der Website von EurEau zu finden.

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