Wie andere Ballungsräume ist die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main für ihre Wasserversorgung auf Grundwasser aus angrenzenden Regionen angewiesen. In diesem Fall unter anderem aus dem Hessischen Ried. Verschiedene Nutzungskonflikte prägen die Verfügbarkeit der begrenzten Ressource. Aus diesem Grund zielt das Verbundprojekt «WaRM» darauf ab, Konflikte um Wasserressourcen zu verringern. Dafür haben zehn Partner aus Forschung, Industrie und Verwaltung unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) ein Wassersystemmodell entwickelt.
Laut Fraunhofer ISI wurden zu Beginn des Projekts mehr als 200 mögliche Massnahmen identifiziert, priorisiert und bewertet. Auf Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen wurde ein Modell des regionalen Wassersystems erstellt. Dieses Wassersystemmodell soll dabei helfen, die verfügbare Wassermenge und -qualität zu verbessern sowie Wasser effizienter zu nutzen. Dafür verbindet das Modell rechnerische Simulationen mit der Bewertung von Massnahmen und berücksichtigt unterschiedliche mögliche Zukunftsszenarien. Das Ergebnis soll ein integrierter Massnahmenplan mit konkreten, direkt nutzbaren Bewirtschaftungsoptionen und Politikinstrumenten sein.
Das Forschungsprojekt «WaRM» ist laut einer Medienmitteilung des Fraunhofer ISI auch für andere Regionen ausserhalb des Rhein-Main-Gebiets relevant: «Die Ergebnisse sind sowohl hinsichtlich des künftigen Handlungsdrucks als auch möglicher Handlungsoptionen sehr gut auf andere Ballungsräume zu übertragen», so der Projektleiter Thomas Hillenbrand. Das mache das Forschungsprojekt besonders relevant für Gebiete, die mit einem Nutzungskonflikt zwischen Wasserversorgung, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Naturschutz konfrontiert seien.
Die Projektergebnisse sollen nach Projektabschluss gebündelt auf einer Online-Plattform zur Verfügung gestellt werden.
Medienmitteilung Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung
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