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21. Januar 2026

Nutzungskonflikte in der Wasserversorgung

Forschungsprojekt »WaRM« entwickelt Massnahmenplan für zukünftige Wasserversorgung

Während die Grundwasserressourcen knapper werden, steigt in der deutschen Rhein-Main-Region der Wasserbedarf. Ausserdem bedrohen die Nutzungskonflikte nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des Wassers. Deswegen haben zehn Partner aus Forschung, Industrie und Verwaltung, unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung, in einem Forschungsprojekt das regionale Wassersystem modelliert, Massnahmen bewertet und einen Aktionsplan erstellt.

Wie andere Ballungsräume ist die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main für ihre Wasserversorgung auf Grundwasser aus angrenzenden Regionen angewiesen. In diesem Fall unter anderem aus dem Hessischen Ried. Verschiedene Nutzungskonflikte prägen die Verfügbarkeit der begrenzten Ressource. Aus diesem Grund zielt das Verbundprojekt «WaRM» darauf ab, Konflikte um Wasserressourcen zu verringern. Dafür haben zehn Partner aus Forschung, Industrie und Verwaltung unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) ein Wassersystemmodell entwickelt.

Wassersystemmodell mit Massnahmen für die nachhaltige Wasserversorgung

Laut Fraunhofer ISI wurden zu Beginn des Projekts mehr als 200 mögliche Massnahmen identifiziert, priorisiert und bewertet. Auf Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen wurde ein Modell des regionalen Wassersystems erstellt. Dieses Wassersystemmodell soll dabei helfen, die verfügbare Wassermenge und -qualität zu verbessern sowie Wasser effizienter zu nutzen. Dafür verbindet das Modell rechnerische Simulationen mit der Bewertung von Massnahmen und berücksichtigt unterschiedliche mögliche Zukunftsszenarien. Das Ergebnis soll ein integrierter Massnahmenplan mit konkreten, direkt nutzbaren Bewirtschaftungsoptionen und Politikinstrumenten sein.

Ergebnisse könnten auf andere Regionen übertragen werden

Das Forschungsprojekt «WaRM» ist laut einer Medienmitteilung des Fraunhofer ISI auch für andere Regionen ausserhalb des Rhein-Main-Gebiets relevant: «Die Ergebnisse sind sowohl hinsichtlich des künftigen Handlungsdrucks als auch möglicher Handlungsoptionen sehr gut auf andere Ballungsräume zu übertragen», so der Projektleiter Thomas Hillenbrand. Das mache das Forschungsprojekt besonders relevant für Gebiete, die mit einem Nutzungskonflikt zwischen Wasserversorgung, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Naturschutz konfrontiert seien.

Die Projektergebnisse sollen nach Projektabschluss gebündelt auf einer Online-Plattform zur Verfügung gestellt werden.

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