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28. Januar 2026

1. Ergebnisbericht CH42

«Wir können Wasserstoff»

Der Grossteil der bestehenden Schweizer Gasnetze ist heute schon H2-ready, also bereit für den Transport von erneuerbaren Gasen wie Biogas, synthetisches Methan oder Wasserstoff. Dies geht aus dem eben erschienen ersten Ergebnisbericht der Initiative CH42 hervor. Wenig überraschend also das Fazit von SVGW-Vizedirektor Diego Modolell an der Präsentation des Berichts: «Wir können Wasserstoff!». Der Anlass in Bern stiess auf reges Interesse bei Gasnetzbetreibern sowie Vertretern und Vertreterinnen von Bund und Kanton.

7,5 Mio. Jahre brauchte Deep Thought in Douglas Adams legendärem «The Hitchhiker's Guide to the Galaxy», um die ultimative Antwort nach dem Sinn des Lebens zu liefern: 42. In wesentlich kürzerer Zeit, gut ein Jahr nach ihrer Gründung, legte die Initiative CH42, die sich CH vier zwei liest und spricht, die Antwort auf die Frage nach der H₂-Readiness der Schweizer Gasverteil- und Transportnetze vor: Der Grossteil ist es schon.

Mit dem Ergebnisbericht der Initiative, der am 21. Januar im Hotel Bern vor gefüllten Reihen offiziell vorgestellt wurde, zog auch die Schweiz mit einem (Gas)Netztransformationsplan nach. Zum Vergleich: Der deutsche Gasnetzgebietstransformationsplan (GTP) von H2vorOrt erschien vor Kurzem bereits zum vierten Mal.

Der CH42-Ergebnisbericht basiert auf umfassenden Online-Befragungen bei den Transport- und Verteilnetzbetreibern. Ausgewertet wurden vier Themenfelder: Technikanalyse, Einspeiseanalyse, Kapazitätsanalyse und Kundenanalyse. Der Schwerpunkt 2025 lag auf der Technikanalyse – also der Frage, wie gut die bestehende Infrastruktur bereits für den Transport erneuerbarer Gase geeignet ist.

Technisch auf gutem Weg

Mit rund 12% hat die Schweiz im europäischen Vergleich den zweithöchsten Anteil an erneuerbaren Gasen in der Versorgung. Die Auswertung der Befragungen zeigen deutlich: Dies ist erst der Anfang. So bereiten zahlreiche Netzbetreiber ihre Netze auf eine zunehmende Einspeisung erneuerbarer Gase wie Biomethan, Wasserstoff oder synthetische Gase vor. Ziel ist es, sicherzustellen, dass Einspeisung und Verbrauch erneuerbarer Gase jederzeit im Einklang stehen. Damit ist der Übergang zu einer vollständig erneuerbaren Gasversorgung bis spätestens 2050 technisch auf gutem Weg.

Ausblick auf den zweiten Bericht

2026 wird die vertiefte Kundenanalyse Fokusthema des Ergebnisberichts sein. Mit Blick auf «hard-to-abate» werden dabei auch Industrieverbände und weitere Kundengruppen miteinbezogen. Zudem werden erste gemeinsame Kriterien für die Definition von Umstellzonen erarbeitet werden. (Ank)

Der Ergebnisbericht 2025 kann auf der CH42-Website auf Deutsch, Französisch wie auch Italienisch heruntergeladen werden.

 

 

www.ch42.ch

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