PtX-Technologien gewinnen bei der Transformation des Energiesystems zunehmend an Bedeutung. Derzeit leisten sie jedoch noch keinen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der Versorgungssicherheit. Wegen eines Postulates, das Mitte 2025 im Ständerat angenommen wurde, hat der Bundesrat zu diesem Thema einen Bericht verfasst. Der Bericht mit dem Titel «Potenzial von Power-to-X als Beitrag zur Versorgungssicherheit» zeigt auf, welche Strategien und Instrumente Japan, Südkorea, Thailand und Singapur zur Entwicklung von PtX-Technologien verfolgen. Trotz unterschiedlicher Förderansätze stehen alle Länder vor den gleichen Herausforderungen: hohe Produktionskosten, der Bedarf an erneuerbarem Strom, technologische Unsicherheiten und unklare internationale Rahmenbedingungen. Diese Voraussetzungen gelten auch für die Schweiz.
Zusammenfassend hält der Bericht fest, dass Japan, Südkorea, Thailand und Singapur unterschiedliche Strategien verfolgen und unterschiedliche Instrumente zur Förderung von PtX-Technologien nutzen. Während beispielsweise Japan eine stark staatlich gesteuerte, technologie- und industrieorientierte Strategie mit langfristigen Förderprogrammen und der Setzung von Produktions- und Verbrauchszielen verfolgt, setzt Südkorea auf marktbasierte Mechanismen und verbindliche gesetzliche Rahmenbedingungen, Subventionen und Steuervergünstigungen, so der Bericht. In Singapur hingegen werden Forschung und Pilotprojekte staatlich gefördert, begleitet von Zertifizierungssystemen, die den Handel erleichtern. In Thailand konzentrieren sich laut Bericht die Massnahmen auf gezielte Projektzuschüsse und verbindliche Ausbauziele.
Laut dem Bericht ist der Bundesrat überzeugt, dass PtX-Derivate in der Schweiz mittelfristig in der Industrie, in der Luftfahrt, zur Spitzenlastdeckung und in Teilen des Schwerverkehrs eingesetzt werden können. Langfristig könnten sie zur saisonalen Energiespeicherung beitragen. Aufgrund hoher Kosten, Effizienzverluste und fehlender Speicherinfrastruktur sieht der Bundesrat für PtX-Derivate bis ins Jahr 2035 jedoch nur eine ergänzende Rolle in der Energieversorgung. Es sei davon auszugehen, dass auch langfristig die inländische erneuerbare Stromproduktion nicht ausreicht, um PtX in relevantem Umfang herzustellen. Daher werde die Schweiz künftig stark auf Importe angewiesen sein.
Bericht «Potenzial von Power-to-X als Beitrag zur Versorgungssicherheit»
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