Laut einer Medienmitteilung der Stadt Luzern wird das Luzerner Kantonsspital (LUKS) die Versorgung seiner Gebäude auf ein neues Fundament stellen. Den Anfang machen das neue Kinderspital und die Frauenklinik. Diese Neubauten werden, wie auch zukünftig weitere Teile des Spitalareals, an ein neues Anergienetz angeschlossen. Wärme bzw. Energie, die im Sommer zu viel anfällt, soll in einem unterirdischen Erdspeichersystem gespeichert und im Winter wieder nutzbar gemacht werden. Das Erdspeichersystem bestehe im Endausbau aus rund 800 Erdsonden und ermögliche die Einlagerung der Energie über Monate hinweg. Im Winter diene die Energie zum Heizen, im Sommer ermöglicht dieses System eine energieeffiziente Kühlung (Geocooling). Laut der Medienmitteilung spart das LUKS durch diesen Kreislauf langfristig so viel Heizenergie, wie rund 1400 Einfamilienhäuser jährlich verbrauchen.
Gemäss der Stadt Luzern sollen vom Umbau nicht nur das LUKS, sondern auch die umliegende Nachbarschaft profitieren, denn überschüssige Abwärme soll zu Selbstkosten an benachbarte Areale abgegeben werden. Aktuell wird mit ein bis zwei Gigawattstunden (GWh) pro Jahr gerechnet, was dem Heizbedarf von etwa 150 Einfamilienhäusern entspreche. Ausserdem werde das LUKS künftig, so die Medienmitteilung, weniger Fernwärme brauchen. Die freiwerdende Wärmemenge kann an anderen Stellen im Fernwärmenetz genutzt werden, um dort weitere fossile Heizungen zu ersetzen. Insgesamt hat das LUKS rund elf Millionen Franken in dieses Projekt investiert.
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