Bis 2035 soll die Basler Fernwärme zu 100 Prozent aus Abwärme und erneuerbaren Energieträgern gewonnen werden. Heute sind dies noch 20 Prozent. Dazu baut IWB in Basel neue Produktionsanlagen und stellt bestehende Anlagen um. Eine der Umstellungen ist ein neuer Wärmespeicher beim Fernheizkraftwerk Volta. Der Wärmespeicher soll es ermöglichen, CO2-neutral erzeugte Wärme aus Produktionsanlagen wie der Kehrichtverwertungsanlage und den Holzkraftwerken zeitlich flexibel zu nutzen. Wärme, die tagsüber nicht unmittelbar benötigt wird, kann als heisses Wasser gespeichert und während Bezugsspitzen frühmorgens oder abends ins Fernwärmenetz eingespeist werden. Dadurch sollen, so die IWB in einer Medienmitteilung, mit Erdgas betriebene Fernwärmeanlagen seltener eingesetzt müssen und der fossile Anteil in der Produktion würde damit sinken. Der Wärmespeicher Volta wäre bei Fertigstellung mit einer Kapazität von 400 Megawattstunden der grösste Speicher im Basler Fernwärmenetz. Am Dolderweg steht seit 2020 ein Speicher mit 45 Megawattstunden Kapazität.
Den Standort Volta sieht die IWB als den wichtigsten Knotenpunkt der Basler Fernwärmeversorgung an. Auf dem Areal produziert das Versorgungsunternehmen heisses Wasser für das Fernwärmenetz, Dampf als Prozessenergie sowie Strom. Dafür laufen auf dem Areal drei Hauptleitungen des Fernwärmenetzes zusammen. Laut IWB umfasst die Weiterentwicklung des Standorts mehr als nur den geplanten Wärmespeicher. In den letzten zwei Jahren hat IWB im Fernheizkraftwerk einen «Multifuel-Kessel» für die Dampf- und Fernwärmeproduktion eingebaut. Derzeit laufe er mit Erdgas – in Zukunft könnte er auf Holzstaub oder auf erneuerbare Gase umgestellt werden.
Derzeit liegen die Pläne für den Wärmespeicher öffentlich auf. Nach aktuellem Stand der Planung und abhängig vom Bewilligungsprozess beginnt der Bau des Wärmespeichers voraussichtlich im Winter 2026/2027. Der Bau des Speichers, mit einer Höhe von 42 Metern und einer Breite von 12 Metern, soll rund zwei Jahre dauern. Das Volumen werde 3500 Kubikmeter betragen und der Heizleistung von 7000 Haushalten entsprechen.
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