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14. September 2026

Trockenheit

SCNAT: Grundwasser sollte besser geschützt werden

Laut einer Medienmitteilung der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz fordert das Netzwerk auf, die Neubildung von Grundwasser in der Schweiz zu fördern, um auf Zeiten, in denen Trockenheit herrscht, besser vorbereitet zu sein. Ausserdem hat die Gesellschaft für Hydrogeologie der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz das Wissen zu Trockenheit im Grundwasser in einem Faktenblatt zusammengestellt.

Rund 80 Prozent des Trinkwassers stammen aus Grundwasser, so die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT). Auch für die Landwirtschaft, die Industrie und für viele Ökosysteme ist Grundwasser unverzichtbar. Aufgrund von häufigeren und länger anhaltenden Trockenheitsperioden sei das Grundwasser zunehmend unter Druck und die Konzentration von Schadstoffen im Grundwasser könne während Trockenperioden erhöht sein. Aus diesem Grund müsse, so die SCNAT, die Neubildung von Grundwasser gefördert, die Infrastruktur widerstandsfähiger gemacht und das Management verbessert werden.

Grundwasserschutz hilft bei Trockenheit

Um das Grundwasser besser zu schützen, werden in einem Faktenblatt mehrere Massnahmen vorgeschlagen:

  • Nutzung erfassen, überwachen und optimieren: Die Schweiz verfügt über ein gutes Grundwassermessnetz in besiedelten und landwirtschaftlich genutzten Regionen. Dieses soll in peripheren Regionen ausgebaut werden. Messungen, Satellitendaten und Modelle helfen, Bewässerung und Wasserentnahmen besser zu erfassen und zu planen.
  • Neubildung von Grundwasser fördern: Durch Entsiegelung, Renaturierung von Fliessgewässern und Mooren, naturnahe Rückhaltemassnahmen und eine bodenschonende Landwirtschaft gelangt mehr Regen ins Grundwasser. Diese Massnahmen sollen konsequent in die Raum- und Nutzungsplanung integriert werden.
  • Qualität sichern: Nähr- und Schadstoffe sollen in Zuströmbereichen von Grundwasserfassungen möglichst nicht ausgebracht werden. Entscheidend ist zudem, die bestehenden Schutzzonen rund um Trinkwasserfassungen konsequent durchzusetzen.
  • Gemeinsames Management: Bund, Kantone, Gemeinden und Nutzergruppen sollen Wasser je Einzugsgebiet integrativ managen, basierend auf kantonalen und nationalen Wasserstrategien. Für akute Phasen braucht es Notfallpläne.
Grundwasserschloss Schweiz

Laut SCNAT ist die Schweiz reich an Grundwasser: Es umfasse ein Volumen von 150 Kubikkilometern, was etwa dem dreifachen Volumen des Bodensees entspräche und etwas mehr als 10 Prozent würden jährlich erneuert. Wie sich Trockenheit aufs Grundwasser auswirke, hänge stark vom Typ des Vorkommens ab, so das SCNAT. Im Mittelland dominieren grosse Vorkommen in Lockergesteinen. Diese reagieren nur langsam auf Veränderungen. Sie können Trockenperioden lange abpuffern. Umgekehrt werden Verunreinigungen nur langsam ausgewaschen. Im Jura und den Alpen dagegen können die Grundwasservorkommen und Quellen bei Trockenheit rasch zurückgehen und versiegen. Auch ist die Filterwirkung des Untergrundes schlechter. Je nach Region und Typ des Grundwasservorkommens seien deshalb unterschiedliche Massnahmen nötig.

Quellen und weitere Informationen

sda

Mitteilung des SCNAT

Faktenblatt SCNAT

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