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13. Mai 2026

EurEau-News

Entwicklung der Regulierungen in der Wasserwirtschaft

EurEau berichtet im aktuellen Newsletter unter anderem über die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, die Erweiterte Herstellerverantwortung in der Wasserrahmenrichtlinie, die geplante PFAS-Beschränkung sowie die ISO-Regulierung zu Feuchttüchern.

Die folgenden Ausführungen basieren auf dem umfassenden EurEau-Newsletter vom April 2026 . In EurEau sind die nationalen Trink- und Abwasserdienstleister aus 29 Ländern organisiert.

Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser

EurEau und andere Verbände fordern die Europaabgeordneten auf, jegliche Initiative zur Aussetzung oder Verzögerung der Umsetzung der Neufassung der Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser abzulehnen und die wichtigsten Bestimmungen der Richtlinie, einschliesslich des Mechanismus der erweiterten Herstellerverantwortung, zu unterstützen. Das an die Europaabgeordneten gesendete Schreiben finden Sie hier.

Wasserrahmenrichtlinie

Am 26. März hat das Europäische Parlament die aktualisierten Umweltqualitätsnormen für Oberflächengewässer im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie gebilligt. Mit dieser Entscheidung erhöhen die Abgeordneten den Druck auf kommunale Kläranlagen, in vielen Gebieten eine 4. Reinigungsstufe einzuführen, da die strengen Umweltqualitätsnormen für pharmazeutische Stoffe in Oberflächengewässern andernfalls nicht erreicht werden können.

Wir fordern die politischen Entscheidungsträger nachdrücklich auf, die Erweiterte Herstellerverantwortung beizubehalten, um die Kohärenz der Politik zu gewährleisten und das Verursacherprinzip in der europäischen Wasserpolitik aufrechtzuerhalten. Weiterlesen.

Die Aktualisierung der Umweltqualitätsnormen wurde am 20. April als Richtlinie (EU) 2026/805 im Amtsblatt veröffentlicht. Den Text in allen EU-Sprachen finden Sie hier.

Überarbeitung der Wasserrahmenrichtlinie: Kostenrisiken für Wassernutzer

EurEau weist darauf hin, dass eine Überarbeitung der Wasserrahmenrichtlinie die Kosten für Haushalte und Unternehmen durch höhere Wasserrechnungen erhöhen könnte, indem die Kosten für die Schadstoffbeseitigung von Bergbauunternehmen auf die Wasserversorger verlagert werden. Unsere Stellungnahme können Sie hier lesen.

PFAS-Beschränkung: EurEau bereitet Stellungnahme zur abschliessenden Konsultation vor

Nach der Zustimmung des Ausschusses für Risikobewertung ist diese Konsultation der letzte Schritt in der Arbeit der Europäische Chemikalienagentur zur universellen PFAS-Beschränkung. Es wird erwartet, dass die Agentur ihren offiziellen Vorschlag Ende dieses Jahres an die Europäische Kommission übermittelt, wobei ein Vorschlag der Kommission für 2027 erwartet wird.

EurEau fordert die Kommission auf, ihren Beschränkungsvorschlag zügig vorzulegen und dabei sowohl Verbraucher- als auch industrielle Anwendungen ins Visier zu nehmen. Insbesondere die Verwendung fluorierter Gase kann durch etablierte, weit verbreitete Ersatzstoffe drastisch reduziert werden. Lesen Sie hier mehr dazu.

Nicht spülbare Produkte: ISO eröffnet Schlussabstimmung über technische Spezifikation

ISO/TC 224/WG 10 führt bis zum 25. Mai 2026 die abschliessende Abstimmung über den Entwurf der Technischen Spezifikation ISO TS 18671 (Prüfverfahren zur Bewertung der Kompatibilität von Feuchttüchern und feuchtem Toilettenpapier mit Abwassersammel- und -behandlungssystemen sowie zur entsprechenden Kennzeichnung) durch.

EurEau hat an dieser Arbeit mitgewirkt. Feuchttücher und andere Einweg-Hygieneprodukte können Verstopfungen in Rohrleitungen und Pumpen verursachen und zu erheblichen wirtschaftlichen Kosten für Betreiber von Kanalisationen und Kläranlagen führen. EurEau-Mitglieder, die in ihrem nationalen Normungsgremium tätig sind, sollten sich an der Abstimmung ihres Landes beteiligen.

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