Plattform für Wasser, Gas und Wärme
News
12. März 2026

Stellungnahme VSA GSchV

VSA fordert Grenzwerte für besonders problematische Pestizidwirkstoffe

Der Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) begrüsst die Erweiterung der Stoffliste mit ökotoxikologisch begründeten numerischen Anforderungen an die Wasserqualität. Diese wird in der aktuellen Revision der Gewässerschutzverordnung (GSchV) vorgeschlagen. Diese Massnahme ist eine konsequente Weiterführung der Revision von 2020 und stärkt den Schutz der Schweizer Gewässer. Der VSA fordert zudem numerische Anforderungen für die für Gewässer problematischen Wirkstoffe Lambda-Cyhalothrin, Deltamethrin und Foramsulfuron.

Der Anhang 2 der GSchV wird mit ökotoxikologischen Anforderungen für sieben weitere Pestizide ergänzt, die in Schweizer Gewässern Konzentrationen erreichen, die für Wasserlebewesen schädlich sein können. Der Bundesrat hat mit diesem Wortlaut die Teilrevision der Gewässerschutzverordnung am 26.11.2025 eröffnet. Eingabefrist ist der 12. März 2026.

Der VSA begrüsst die Revision. Er kritisiert jedoch scharf, dass für die Wirkstoffe Lambda-Cyhalothrin, Deltamethrin und Foramsulfuron keine Grenzwerte vorgesehen sind. Dies ist aus Sicht des Gewässerschutzes inakzeptabel. Diese Stoffe gehören gemäss nationalen Messprogrammen und kantonalen Untersuchungen zu den problematischsten Pestiziden in Oberflächengewässern und verursachen zahlreiche Überschreitungen ökotoxikologischer Qualitätskriterien und können den Wasserlebewesen schaden. 

Ohne verbindliche Grenzwerte fehlt Bund und Kantonen die fachliche und rechtliche Grundlage für einen wirksamen Vollzug des Gewässerschutzgesetzes. Dies widerspricht dem gesetzlichen Auftrag zum Schutz der Gewässer. 

VSA fordert Grenzwerte für die Wirkstoffe Lambda-Cyhalothrin, Deltamethrin und Foramsulfuron

Der VSA beantragt deshalb, die drei Wirkstoffe Lambda-Cyhalothrin, Deltamethrin und Foramsulfuron in Anhang 2 Ziffer 11 Absatz 3 der GSchV aufzunehmen und entsprechende ökotoxikologische Grenzwerte festzulegen.

Für dutzende weitere Stoffe, die in Schweizer Gewässern nachweisbar sind, liegen bereits fundierte ökotoxikologische Qualitätskriterien vor. Der VSA hält es darum für notwendig, die Liste der Stoffe systematisch und zügig mit den entsprechenden Grenzwerten zu erweitern. Neue Stoffe, ökotoxikologische Erkenntnisse und analytische Möglichkeiten erfordern eine kontinuierliche Überprüfung und Erweiterung dieser Liste, damit die GSchV ihren gesetzlichen Auftrag des Gewässerschutzes erfüllen kann.

👉 Stellungnahme VSA zur GSchV (deutsch) 

 

Kommentar erfassen

Kommentare (0)

e-Paper

«AQUA & GAS» gibt es auch als E-Paper. Abonnenten, SVGW- und/oder VSA-Mitglieder haben Zugang zu allen Ausgaben von A&G.

Den «Wasserspiegel» gibt es auch als E-Paper. Im SVGW-Shop sind sämtliche bisher erschienenen Ausgaben frei zugänglich.

Die «gazette» gibt es auch als E-Paper. Sämtliche bisher erschienen Ausgaben sind frei zugänglich.