Plattform für Wasser, Gas und Wärme
02. Oktober 2018

SVGW-Vorstandssitzung

Für ein attraktives Milizsystem

Thematische Schwerpunkte der dritten SVGW-Vorstandssitzung dieses Jahres waren im September die Verstärkung der internationalen Zusammenarbeit im Gasbereich, das weitere Vorgehen bei der «Interessenvertretung Wasser» sowie die Stärkung des Milizsystems.

Der SVGW lebt vom Engagement seiner Milizleute. Die Fachpersonen aus Mitgliedsunternehmen bringen ihr Fachwissen in den verschiedensten Kommissionen, Gremien und Arbeitsgruppen ein und investieren oft einen grossen Teil der Freizeit für die Verbandsarbeit.  Es ist deshalb eine grosse Herausforderung auch künftig genügend und gut qualifizierte Branchenangehörige für die Mitwirkung im SVGW anzuwerben. Der Vorstand hat dies bereits im Rahmen der Strategieüberarbeitung im Jahr 2014 erkannt und die Geschäftsstelle mit entsprechenden Massnahmen beauftragt. Eine davon ist die klare Beschreibung von Nutzen, Rechten und Pflichten bzw. von Grundsätzen der Zusammenarbeit.

Der Vorstand hat nun eine von der Geschäftsstelle entwickelte «Welcome-Mappe» mit detaillierten Unterlagen zur Vereinstätigkeit verabschiedet und zur Veröffentlichung freigegeben. Die Mappe wird bis Ende Jahr allen bestehenden und neuen Fachpersonen abgegeben bzw. auf dem Intranet zur Verfügung gestellt.

Dauerthema «Trinkwasser-Initiative»

Leider hat der Bundesrat am 15. Juni 2018 entschieden, der sogenannten «Trinkwasser-Initiative» keinen Gegenvorschlag gegenüberzustellen. Stattdessen sollen laut Bundesrat vermehrt Massnahmen des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutz (NAP) und der Agrarpolitik (AP22) berücksichtigt werden.

Der Vorstand ist wenig zuversichtlich, dass über momentane und künftige Landwirtschaftspolitik wirksame und verbindliche Massnahmen zur Lösung der drängenden Probleme in der Trinkwasserversorgung und im Gewässerschutz realistisch sind und hat deshalb beschlossen, den Weg über das Parlament zu suchen, um so doch noch einen Gegenvorschlag zu erwirken.

Verstärkung der europäischen Gasforschung

Seit 2015 ist die Schweizer Gaswirtschaft Mitglied beim «European Research Institute for Gas and Energy Innovation» (ERIG). Ziel der Organisation ist die Förderung von Forschungsvorhaben im Hinblick auf ein künftiges Energiesystem, das auf erneuerbaren Energien beruht. Nutzniesser der Mitgliedschaft sind primär die nationalen Forschungsinstitute, die dank ERIG einen einfacheren Zugang zu internationalen Forschungsvorhaben erhalten und sich dadurch besser vernetzen können. Zugunsten einer Professionalisierung von ERIG hat der Vorstand deshalb entschieden, das finanzielle Engagement zu verstärken. Gleichzeitig soll zusammen mit den Schweizer Forschungspartnern geklärt werden, wie eine aktivere Mitwirkung in den Arbeitsgruppen der Institution sichergestellt werden kann.

Enthärtungsanlagen und Kationenaustauscher

Die S-AG 6 hat das Reglement ZW117 (Enthärtungsanlagen und Kationenaustauscher) revidiert. Die Revision umfasst einerseits die Integration weiterer Positivlisten für Harze sowie Anpassungen an die geänderten Anforderungen an die Trinkwasserqualität gemäss Anhang 2 der Verordnung über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen (TBDV) sowie an das geänderte Reglement ZW101. Auf Antrag der S-AG 6 hat der Vorstand die Revision genehmigt und das aktualisierte Reglement per 1. Oktober 2018 schon in Kraft gesetzt.

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