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18. Oktober 2021

Erstes «SeeWandel-Faktenblatt» erschienen

Fakten zur Burgunderblutalge im Bodensee

2016 kam es erstmals zu einer Algenblüte (Massenvermehrung) der Burgunderblutalge im Bodensee. Forscherinnen und Forscher gingen der Frage nach, ob die Burgunderblutalge im Bodensee fortan eine dominierende Bewohnerin oder eher ein seltener Gast ist. Die Ergebnisse wurden in einem Faktenblatt zusammengefasst und zur Verfügung gestellt.
Geringe Gefahr dauerhafter Algenblüten

Derzeit stufen die Forscherinnen und Forscher die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Etablierung der Burgunderblutalge mit regelmässigen Massenvorkommen im Freiwasser des Bodensee-Obersees als gering ein. Sollte sich der See jedoch während mehrerer Jahre in Folge nur schwach durchmischen, würde eine Massenentwicklungen begünstigt.

Trinkwasserversorgung gesichert

Eine Nutzung des Seewassers für die Trinkwasserversorgung wird selbst bei Massenvorkommen als unproblematisch bewertet, die Wasserwerke verfügen bereits über die notwendigen Aufbereitungsschritte. Das «Multibarrierensystem» der Seewasserwerke hält die Giftstoffe der Burgunderblutalgen zuverlässig zurück.

Badevergnügen kann beeinträchtigt werden

Die klimabedingte Verlängerung der Badesaison bis in den Spätherbst erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Badende mit den Giftstoffen der Burgunderblutalge in Kontakt kommen.

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