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10. Juli 2018

SVGW-JAHRESVERSAMMLUNG

«Das Baden in den Seen ist derzeit ein Genuss!»

Anlässlich der 145. Jahresversammlung des SVGW blieb es nicht allein bei der Behandlung der ordentlichen Traktanden, die verschiedensten Redner orientierten auch über die aktuellsten Entwicklungen in der Gas- und Trinkwasserversorgung.
Peter C. Müller 

Der Zürcher Stadtrat Richard Wolff, seit dem 1. Juni Leiter des Tiefbauamts und des Entsorgungsdepartements, gab als Erster der Gastredner anlässlich der Jahresversammlung des SVGW einen kurzen Überblick über die Wasserqualität im Kanton: Nicht nur die Qualität des Trinkwassers in der Stadt sei sehr gut, sondern auch diejenige der Seen, erklärte der Stadtrat. «Das Baden in den Seen ist – ganz im Gegensatz zu den 1960-er Jahren – wieder ein grosser Genuss. Besonders bei den sommerlich warmen Temperaturen, wie wir sie zur Zeit haben!» Zwar habe man zeitweise noch mit Reststoffen zu kämpfen, aber diese schadeten nicht den Menschen in den Badeseen, sondern seien eher für die Umwelt oder die Fauna ein Problem.

Enorme Fortschritte

Ein weiterer Berührungspunkt der Stadt zum SVGW sei die Fernwärme aus Kehricht. Und auch hier habe Zürich in den vergangenen Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht. Immer wieder, so Richard Wolff weiter, versuche die Stadt dabei bei Trinkwasserprojekten, aber auch bei Vorhaben im Energiebereich das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen, denn dieses sei bei grösseren Abstimmungen von enormer Bedeutung. So werde in Zürich bald einmal über einen Kanalbau in Höhe von 240 Millionen Franken abgestimmt.

Grosses Lob hatte Richard Wolff zudem für den SVGW übrig, indem er meinte: «Ihr Verein beeindruckt mich. Sie haben eine beachtliche Anzahl an Mitgliedern und ihre Zahl steigt stetig. Das ist heutzutage eine Seltenheit!»

Erich Mück, der Direktor der Wasserversorgung Zürich (WVZ), stellte daraufhin «seine» Dienstabteilung mit ihren rund 20 Mitarbeitenden vor: Die WVZ, so deren Direktor, versorge nicht nur die Stadt Zürich, sondern auch noch 67 weitere Gemeinden mit Wasser. Pro Jahr kämen dadurch 54 Millionen Kubikmeter in die Haushalte, wobei rund 80 Prozent in der Stadt verbraucht würden. Zürich verfüge im Übrigen über 160 Quellen und 1200 Brunnen, und die Rohrnetzlänge betrage rund 1500 Kilometer.

In guten und in schlechten Zeiten

Aber nicht nur in «guten Zeiten» versorge die WVZ die Bevölkerung mit Wasser, auch mit einem «Notversorgungskonzept» sei man für härtere Tage gerüstet. Hier könnten pro Tag und Person «am Brunnen» rund 15 Liter Quellwasser bezogen werden. Der Verkaufspreis des Wassers belaufe sich dabei – gebührenfinanziert und selbsttragend – auf etwas mehr als einen Franken. «Jede Person», so Erich Mück abschliessend, «zahlt in Zürich für seine Wasserversorgung pro Tag also rund 30 Rappen!»

Wasserqualität im See stimmt

Die Wasserqualität des Zürich-, Greifen-, Pfäffiker-, Türler- und Hüttnersees wird monatlich erfasst. Zusätzlich werden sechs ausgewählte Kleinseen im Zweijahres-Rhythmus monatlich untersucht. Mit der regelmässigen Untersuchung der Seen wird überprüft, ob die Anforderungen gemäss Gewässerschutzverordnung (GSchV) eingehalten werden. Zudem dienen die Untersuchungen dazu, den Betrieb der Lüftungsanlagen im Hüttner-, Türler- und Greifensee zu steuern und zu überwachen.

Am 11. Juli findet zum 30. Mal die Zürcher Seeüberquerung statt, zu der etwa 9000 Schwimmerinnen und Schwimmer erwartet werden. Hoffentlich stimmt da die Wasserqualität!

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