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11. Dezember 2018

International Energy Agency

IEA-Studie: Bioenergie ist ein übersehener Riese

Die «Technology Collaboration Programmes» der Internationalen Energieagentur (IEA) leisten einen wichtigen Beitrag für die internationale Vernetzung der Schweizer Energieforschung. An einer Netzwerktagung in Neuenburg wurde vor kurzem eine IEA-Prognose zu den globalen Perspektiven der erneuerbaren Energien vorgestellt.
Benedikt Vogel 

Energiepolitische Fragen werden häufig im nationalen Massstab diskutiert und entschieden. Doch oft lohnt sich ein Blick über die nationalen Grenzen hinaus. Das zeigte in Neuenburg das Keynote-Referat von Adam Brown, Senior Consultant bei der IEA. Nach Browns Ausführungen sind die erneuerbaren Energien im Jahr 2017 dreimal stärker gewachsen als die Energienachfrage – und trotzdem sind die globalen CO2-Emissionen um 1,4% angestiegen (nachdem sie in den drei Jahren zuvor auf gleicher Höhe geblieben waren). Die weltweite Nachfrage nach Strom wuchs 2017 um 3% – rund 70% der Zunahme entfielen auf China und Indien.

Adam Brown informierte an der vom Bundesamt für Energie organisierten Tagung über eine von der IEA erstellte Prognose, die über die erwartete Entwicklung der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2023 Auskunft gibt. Die wichtigste erneuerbare Energie im globalen Massstab ist die Bioenergie, also Energie aus Holz und anderen biogenen Stoffen (vgl. Grafik). Brown sprach in Neuenburg denn auch von einem «übersehenen Riesen». Im Zeitraum 2018 bis 2023 wird Bioenergie gemäss IEA-Prognose global gesehen von allen erneuerbaren Energien am stärksten wachsen, noch stärker als der Zubau von Photovoltaik und Windkraftwerken. Grosses Potenzial besteht unter anderem in China, Indien, Brasilien und auch in den Ländern der Europäischen Union.

Lesen Sie den ausführlichen Artikel über die Neuenburger Tagung unter: www.bfe.admin.ch/CT/biomasse

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