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26. Juni 2019

Kanton Bern

Über 3400 Bauernbetriebe brauchen weniger Pestizide

Das Berner Pflanzenschutzprojekt ist auf Kurs. Zu diesem Schluss kommt die kantonale Volkswirtschaftsdirektion nach dem dritten Projektjahr. Inzwischen machen 3412 Bauernbetriebe mit, 212 mehr als im Vorjahr.

Mit einer Reihe von Massnahmen reduzieren die über 3400 Berner Bauernbetriebe die negativen Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln oder setzen gar keine mehr ein. Damit soll die Belastung in den Gewässern verringert werden. Neu informieren die Bauern mit Tafeln am Feldrand über ihre Bemühungen, wie der Kanton Bern kürzlich mitteilte.

Gesamtkosten von knapp 63 Millionen Franken

Das Budget des Projekts wird im laufenden Jahr ausgeschöpft. Den Landwirtschaftsbetrieben werden insgesamt 6,8 Millionen Franken für die angemeldeten Massnahmen ausbezahlt. Das Berner Pflanzenschutzprojekt wurde 2017 gestartet und hat eine Laufzeit von sechs Jahren. Der Bund übernimmt vier Fünftel der gesamten Projektkosten von 62,7 Millionen Franken.

Das Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern lanciert zusammen mit dem Berner Bauern Verband und dem Bundesamt für Landwirtschaft das Berner Pflanzenschutzprojekt zur Verminderung von Nebenwirkungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Hauptziel ist es, die Belastungen in Gewässern zu reduzieren.

Berner Pflanzenschutzprojekt

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Gewässer mit Pflanzenschutzmitteln belastet sind und während der Vegetationszeit die Anforderungen der Gewässerschutzgesetzgebung oft nicht mehr erfüllen. Das gefährdet die biologische Qualität von Seen, Flüssen und Bächen. Das Berner Pflanzenschutzprojekt setzt hier an: Mit einem Massnahmenpaket soll die Belastung der Gewässer mit Pflanzenschutzmitteln reduziert werden. Zudem sollen Alternativen, wie zum Beispiel das Ausbringen von Nützlingen, weiter erforscht und gefördert werden.

 

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