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15. März 2024

Wasserqualität

Vereinheitlichung der Messung von Mikroplastik

Die potenziellen Auswirkungen von aufgenommenem Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit stehen zunehmend im Fokus. Um Mikroplastik in die Beobachtungsliste der europäischen Trinkwasserrichtlinie einfügen zu können, hat die EU-Kommission eine einheitliche Methodik zur Messung von Mikroplastik definiert und bekannt gegeben. Damit sollen der Vergleich zwischen den Ländern und das Monitoring verbessert werden.

In der gesamten EU werden derzeit unterschiedliche Methoden verwendet, um die Menge an Mikroplastik im Wasser zu bestimmen. Damit die EU-Staaten Informationen über Mikroplastik im Wasser verlässlicher sammeln können, hat die Europäische Kommission eine standardisierte Messmethode beschlossen. Die neue Methodik soll die Mitgliedstaaten dabei unterstützen, Informationen über das Vorhandensein von Mikroplastik in ihrer Wasserversorgungskette zu erheben und den Vergleich und die Interpretation von Überwachungsergebnissen zu erleichtern. Neben dem Beschluss hat die EU-Kommission auch die Details zur neuen Methodik veröffentlicht.

Einheitliche Methode als Voraussetzung

Die Harmonisierung der Messmethoden war eine Voraussetzung, um Mikroplastik in die Beobachtungsliste der Anfang 2021 in Kraft gesetzten EU-Trinkwasserrichtline aufzunehmen. Die EU-Kommission hatte nach Konsultation der Mitgliedstaaten Sachverständige auf diesem Gebiet benannt, um die Informationen aus veröffentlichten Studien zusammenzutragen und basierend darauf eine Methodik zur Messung des Spektrums verschiedenartiger Mikroplastik-Partikel und deren Konzentrationen zu entwickeln.

Zusätzliche Informationen

Der Beschluss und die Methodik zur Messung von Mikroplastik in Wasser für den menschlichen Gebrauch (Anhang zum Beschluss) können auf der Seite der EU-Kommission heruntergeladen werden.

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