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10. März 2026

PFAS in Fischen

Vermarktungsstopp für Hechte aus Hallwilersee

Das Amt für Verbraucherschutz des Kantons Aargau hat im Rahmen eines Monitorings die PFAS-Belastung von wildlebenden Fischen aus acht Aargauer Gewässern untersucht. Insgesamt überschritten 28 Prozent der Proben die gesetzlichen Höchstwerte und deswegen hat das Amt den kommerziellen Fang von Hechten aus dem Hallwilersee verboten.

Hechte aus dem Hallwilersee dürfen nicht mehr kommerziell vermarktet oder abgegeben werden. Der Grund dafür sind Grenzwertüberschreitungen bei der PFAS-Belastung, wie das Aargauer Amt für Verbraucherschutz (AVS) Anfang März mitteilte. Während der private Fang und Verzehr erlaubt bleiben, empfiehlt das AVS maximal 120 Gramm pro Monat zu konsumieren. Beim Egli, ebenfalls aus dem Hallwilersee, solle gar nur alle zwei Monate eine Portion verzehrt werden. Hier seien PFAS-Werte zwar unter dem Grenzwert, jedoch auf hohem Niveau festgestellt worden.

Das AVS hat wildlebende Fische in acht Gewässern im Kanton untersucht. Bei 30 von 107 Proben wurden die gesetzlichen PFAS-Höchstwerte überschritten. Die Überschreitungsquote liegt bei 28 Prozent, wie die Behörden in einer Medienmitteilung schreiben. Betroffen seien Hechte aus dem Hallwilersee und Alete aus der Bünz und der Reuss. Beim Alet wird keine Empfehlung abgegeben, weil er «vergleichsweise gering belastet» sei und nicht häufig verzehrt werde.

Sechs Arten in acht Gewässern untersucht

Im Rahmen des kantonalen Monitorings wurden die sechs Fischarten Alet, Egli, Felchen, Hecht, Barbe und Forelle untersucht, wie das AVS weiter schreibt. Zu den untersuchten Gewässern gehörten der Rhein, die Aare, die Reuss, die Limmat, der Hallwilersee, die Bünz, die Suhre und die Surb.

Das AVS plant nach eigenen Angaben weitere PFAS-Untersuchungen. Dieses Jahr habe es mit einem Monitoring von Milchproben aus Tanklastwagen begonnen. Erste Ergebnisse würden in der zweiten Jahreshälfte erwartet.

Quellen und weitere Informationen

Medienmitteilung des Kantons Aargau

sda

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