Um das Potenzial von erneuerbaren Energien effektiv und nachhaltig nutzen zu können, muss es möglich sein, den überschüssigen Strom zu speichern. Ein wichtiger Ansatz hierfür wäre die Umwandlung in Wasserstoff, der in grossen Mengen gespeichert und dem saisonalen Bedarf entsprechend zur Verfügung gestellt werden müsste. Laut den Zwischenergebnissen der Studie «SpeicherCHeck», durchgeführt von der Technischen Universität München (TUM) und der Montanuniversität Leoben (MUL), sollen sich die in Bayern schon bestehenden Erdgas-Porenspeicher im Alpenvorland – beispielsweise in Bierwang und Inzenham – besonders gut dafür eignen. Das Speicherpotenzial in allen betrachteten Lagerstätten wird von den Forschenden auf derzeit 12,6 bis 25,2 Terawattstunden (TWh) geschätzt. Im Vergleich werden die Speicherkapazitäten der norddeutschen Salzkavernen vom Nationalen Wasserstoffrat in Deutschland auf 33 TWh geschätzt.
«Unsere Ergebnisse zeigen, dass Süddeutschland ebenfalls sehr gute Voraussetzungen für die geologische Wasserstoffspeicherung besitzt», so Michael Drews, Professor für Geothermal Technologies an der TUM in einer Medienmitteilung. «Die hier vorhandenen Porenspeicher könnten somit einen substanziellen Beitrag zur Standortdiversifizierung von notwendigen Untertagespeichern und zur Energieversorgungssicherheit einer zukünftigen Wasserstoffwirtschaft leisten.»
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