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27. Mai 2026

Hochwasserschutz am Alpenrhein

Projekt Rhesi zur Genehmigung eingereicht

Nach 15 Jahren Planungsarbeit hat das Hochwasserschutzprojekt Rhesi einen wichtigen Meilenstein erreicht. Das Projekt wurde in Österreich zur Genehmigung eingereicht und in der Schweiz in die Vorprüfung geschickt. Zwar kommt es jetzt auf die Behörden in den beiden Ländern an, aber das Projekt wird währenddessen weiterentwickelt.

Das Projekt Rhesi hat die Verbesserung des Hochwasserschutzes auf den rund 26 Kilometern zwischen der Illmündung (Höhe Feldkirch/Rüthi) und dem Bodensee zum Ziel. Die Abflusskapazität soll um rund 40% auf 4300 Kubikmeter pro Sekunde erhöht werden. Damit soll das Projekt Rhesi im St.Galler und Vorarlberger Rheintal den Lebensraum und die Arbeitsplätze von rund 300'000 Menschen sowie Infrastruktur im Wert von rund 14 Milliarden Franken schützen. Nach einer Planungsphase von 15 Jahren wurde das ausgearbeitete Projekt kürzlich durch die Internationale Rheinregulierung (die Projektträgerin) an die Behörden übergeben. Die Notwendigkeit für dieses Projekt wurde, so die Projektträgerin, ersichtlich, nachdem das Entwicklungskonzept Alpenrhein schon im Jahr 2005 aufgezeigt hatte, dass die Abflusskapazität des Rheins zwischen der Illmündung und dem Bodensee nicht mehr ausreicht.

Unterschiedliche Wege in Österreich und der Schweiz

Da der Weg zur Genehmigung in beiden Ländern unterschiedlich verläuft, wurde so geplant, dass die öffentlichen Teile der Verfahren – die Verhandlung in Österreich und die öffentliche Auflage in der Schweiz – zeitlich koordiniert stattfinden. Während in Österreich das etablierte Umweltverträglichkeitsverfahren zum Zug komme, werde im Kanton St. Gallen mit dem «Rhesi-Gesetz» ein Novum angewendet: Alle kantonalen und kommunalen Verfahren sollen gebündelt werden. Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden sowie mit den regionalen Wasserversorgern ist eng. Der Bau neuer Trinkwasserfassungen und -leitungen wurde frühzeitig mit dem Hochwasserschutzprojekt abgestimmt, damit die Versorgungssicherheit auch während den einzelnen Bauphasen und darüber hinaus langfristig gewährleistet bleibt.

Projektentwicklung kommt in neue Phase 

Obwohl die Hauptunterlagen nun bei den Behörden liegen, gehe die Arbeit bei der Internationalen Rheinregulierung nahtlos weiter. In der neuen Phase kommen bearbeitet das Projektteam die Rückmeldungen aus der Vorprüfung und komplexe Drittprojekte wie die Verlegung von Hochspannungsleitungen werden begleitet. Nicht zuletzt wird auch der betroffenen Bevölkerung das Projekt mit einer mobilen Ausstellung in einem Bauwagen vorgestellt. Die Termine der nächsten Stopps sind auf der Projektwebsite zu finden.

Quellen und weitere Informationen

Medienmitteilung und Website der Internationalen Rheinregulierung

Zur Website des Projektes Rhesi 

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