Die Belastung der Umwelt mit PFAS nimmt stetig zu. Aus diesem Grund haben fünf Verbände aus den Bereichen Fischerei, Trinkwasser und Gewässerschutz eine gemeinsame Resolution mit fünf Forderungen veröffentlicht. Im Zentrum steht die Reduktion von PFAS an der Quelle.
Die Verbände aus den Bereichen Fischerei, Trinkwasser und Gewässerschutz nehmen die zunehmende Belastung der Umwelt mit per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen PFAS mit Sorge zur Kenntnis und haben eine gemeinsame Resolution veröffentlicht. Aus Sicht der unterzeichnenden Verbände ist es entscheidend, frühzeitig und koordiniert zu handeln, um eine weitere Anreicherung von PFAS in der Umwelt zu verhindern und langfristige Schäden für Gewässer, Trinkwasser, Boden und Lebensmittel zu vermeiden.
Fünf Forderungen im Zentrum
Vor diesem Hintergrund stellen die unterzeichnenden Verbände fünf Forderungen:
- Eine rasche und wirkungsvolle Reduktion von PFAS an der Quelle mit dem Ziel, Einträge in die Umwelt und in Gewässer nachhaltig zu minimieren, unter Berücksichtigung unverzichtbarer Anwendungen.
- Eine systematische Überwachung von Gewässern, Sedimenten, Boden, Lebensmitteln und Trinkwasser im Rahmen von koordinierten Bundesprogrammen, um Belastungen frühzeitig zu erkennen.
- Die Anwendung des Verursacherprinzips, sodass Kosten für Untersuchungen, Massnahmen sowie Folgeschäden den verursachenden Akteuren, insbesondere Herstellern von PFAS, sachgerecht zugeordnet und von diesen getragen werden (z.B. angemessene finanzielle Entschädigung für betroffene Berufsfischer sowie Trinkwasserversorgungen und Kläranlagen für die Wiederherstellung der Wasserqualität).
- Die Förderung von praxistauglichen und sicheren Alternativen, damit betroffene Branchen den Übergang zu weniger problematischen Stoffen umsetzen können.
- Den aktiven Einbezug der betroffenen Verbände in die Erarbeitung und Umsetzung eines nationalen Aktionsplans PFAS. Die unterzeichnenden Verbände erwarten eine transparente Information über den Stand der Arbeiten, Einsicht in relevante Grundlagen sowie eine regelmässige Berichterstattung über Fortschritte und Massnahmen, mindestens halbjährlich.
An National- und Ständeräte adressiert
Unterzeichnet wurde die Forderung vom Schweizerischen Fischerei-Verband (SFV), dem Fachverband für Wasser, Gas und Wärme (SVGW), dem Schweizerischen Berufsfischerverband (SBFV), dem Brunnenmeister-Verband (SBV) und dem Verband der Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA). Die Resolution wurde an alle National- und Ständeräte verschickt und als Medienmitteilung publiziert.
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