Die Stadt Zürich kann ihr Fernwärmenetz weiter ausbauen. Die Stimmberechtigten haben am 14.06.2026 einen Kredit von 2,26 Milliarden Franken mit 80,7 Prozent gutgeheissen und damit den grössten Rahmenkredit in der Stadtgeschichte bewilligt. Bereits in den Jahren 2021 und 2022 hatte das Stimmvolk zwei Kredite über 330 und 573 Millionen Franken bewilligt. Weil jetzt das EWZ für alle grossen Fernwärmenetze verantwortlich ist, gibt es ein neues Gesamtkonzept. Die bisherigen bewilligten Kredite sind im neuen Rahmenkredit von 2,26 Milliarden Franken enthalten. Bis im Jahr 2040 sollen 60 Prozent des Siedlungsgebiets erschlossen sein – doppelt so viel wie heute. Mit dem Kredit sollen neue Haushalte an das Netz angeschlossen, aber auch bestehende Fernwärmenetze miteinander verbunden werden.
Auch die Winterthurer Stimmberechtigten haben sich am 14.06.2026 für den Ausbau der Infrastruktur ausgesprochen. Mit 92,2 Prozent Ja-Stimmen wurde der Ausbau der Kläranlage Hard gutgeheissen. Die Bauarbeiten für das 276-Millionen-Projekt sollen rund zehn Jahre dauern, weil die Anlage im laufenden Betrieb ausgebaut werden muss. Die Kläranlage Winterthur reinigt pro Jahr rund 20 Milliarden Liter Abwasser von mehr als 140’000 Menschen aus Winterthur und zwölf Gemeinden.
Die Winterthurer Kläranlage gehört zu den rund hundert Anlagen in der Schweiz, die wegen ihrer Grösse vom Bund neu verpflichtet wurden, Mikroverunreinigungen wie Arzneimittel, Hormone und Kosmetika mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe herauszufiltern. Zusätzlich zu dieser neuen Reinigungsstufe mit Aktivkohle muss die Kläranlage künftig auch mehr Stickstoff eliminieren – so wollen es neue Vorschriften des Kantons. Statt 50 Prozent sind es neu 70 Prozent. Nötig sind auch neue Becken und eine bessere Notstromversorgung, damit die Kläranlage bei einem allfälligen Stromausfall weiterläuft.
sda
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