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03. Juli 2026

Gasstrategie Stadt Zürich

Stadt Zürich aktualisiert ihre Strategie zur Gasversorgung

Die Stadt Zürich hat ihre neue Gasstrategie veröffentlicht. Mit der neuen Strategie möchte sie festlegen, welche Rolle Gas bei der Erreichung des Netto-Null-Ziels bis 2040 spielt. Zukünftig soll Gas nur dort genutzt werden, wo es keine Alternativen gibt, und dementsprechend sollen die Gasnetze gleichzeitig mit dem Ausbau der Fernwärmenetze stillgelegt werden.

Laut einer Medienmitteilung der Stadt Zürich hat diese ihre Gasstrategie aus dem Jahr 2021 überarbeitet. Die Strategie diene der Stadt als Leitfaden für ihr Handeln im Bereich der Gasversorgung und -nutzung. Die Stadt verfolgt die Ziele, den Gasverbrauch zu senken und den Einsatz von Gas aus fossilen Quellen bis spätestens 2040 zu beenden. In diesem Zusammenhang definiert die aktualisierte Gasstrategie verschiedene Grundsätze in den Bereichen Gebäude, Mobilität und industrielle Prozesse. Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit umweltfreundlicher Brennstoffe wie Biogas gehöre dazu unter anderem das Prinzip, Gas nur dort zu verwenden, wo die Nutzung anderer erneuerbarer Energieträger technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist. Das gelte beispielsweise für die Spitzenlastdeckung der Fernwärme oder für Hochtemperaturanwendungen in der Industrie. Weiterhin legt die Strategie fest, so die Medienmitteilung, dass Gasversorger auf Stadtgebiet wie Energie 360° den Anteil erneuerbarer Gase im Liefermix stetig erhöhen müssen. Bis 2040 muss er 100 Prozent betragen.

Gasverteilnetzstilllegung in Fernwärmegebieten

Des Weiteren halte die Strategie die Praxis zur gebietsweisen Stilllegung des Gasverteilnetzes fest: Sie soll vorerst in Stadtgebieten mit Fernwärme umgesetzt werden und mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 5 Jahren etappenweise der Fernwärmeerschliessung folgen. Für Tiefenbrunnen und Teile der Quartiere Altstetten, Gewerbeschule und Langstrasse sowie der City hat die Stadt bereits konkrete Zeitpläne zur künftigen Ablösung des Gasverteilnetzes durch Fernwärme festgelegt. Weitere Beschlüsse für andere Fernwärmegebiete folgen in den kommenden Jahren, so die Stadt Zürich.

Prüfung des Gasnetzes aus wirtschaftlicher, energetischer und klimapolitischer Sicht

Laut der Medienmitteilung soll das Gasverteilnetz generell nur weiter unterhalten werden, solange es wirtschaftlich, energie- und klimapolitisch Sinn macht. Ausserhalb der vordefinierten Fernwärmegebiete sollen Gebäudeeigentümerschaften zum Heizen, wo immer möglich, dezentrale erneuerbare Wärmelösungen wie beispielsweise Wärmepumpen nutzen. Allfällige durch die Stadt beschlossene Gasverteilnetzstilllegungen ausserhalb der Fernwärmegebiete würden mindestens 10 Jahre vorher angekündigt.

Strategie definiert Massnahmen

Für die Umsetzung der verschiedenen Ziele und Grundsätze soll die Gasstrategie eine Reihe von Massnahmen definieren. Dazu gehören etwa die Unterstützung des Umstiegs auf erneuerbare Wärmelösungen durch Beratungsangebote und Fördergelder, ein Monitoring zur Entwicklung der Anzahl Gasanschlüsse sowie die Senkung des Gasverbrauchs stadteigener Liegenschaften.

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