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12. August 2026

Geothermie

Bohrtechnik für mehr Wärme aus bestehenden Bohrungen

Für Geothermie-Projekte ist es zentral, wie viel Wärme aus der Bohrung gewonnen werden kann. An diesem Punkt setzt ein Forschungsprojekt an, das mit einer neu entwickelten Bohrtechnik mehr wasserführende Bereiche erschliessen soll. Bestehende Bohrungen werden mit Seitenästen erweitert.

Ein Forschungsprojekt mit Partnern aus fünf Ländern will die Bohrtechnik für Geothermie-Bohrungen so verbessern, dass mehr Wärme aus dem Erdinneren gefördert werden kann. Laut einer Medienmitteilung des Fraunhofer IEG (Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien) liegt das Alleinstellungsmerkmal der vorgestellten MTD-Technik darin, bestehende Tiefbohrungen gezielt zu erweitern, indem von vorhandenen Bohrungen kleine Seitenäste gebohrt werden. Damit könnten, so das IEG, weitere Bereiche im Untergrund erschlossen und der Kontakt zum wasserführenden Gestein verbessert werden. Für Projektentwickler und Betreiber geothermischer Anlagen soll dieser Ansatz interessant sein, denn sie könnten bestehende Investitionen besser nutzen und gleichzeitig technische Risiken verringern. Ausserdem verbessere die neue Bohrtechnik die Wirtschaftlichkeit der tiefen Geothermie.

Demonstration unter realen Bedingungen

Das Fraunhofer IEG wird laut Medienmitteilung im Rahmen des Projekts einen auf Geothermie massgeschneiderten Prototypen auf Basis seiner MTD-Technik für den Einsatz unter realen Bedingungen bauen und erproben. Die Technik soll schliesslich in der drei Kilometer tiefen Bohrung des tschechischen Forschungszentrums RINGEN (Research Infrastructure for Geothermal Energy) ausgiebig getestet werden. Die Projektpartner wollen dort demonstrieren, wie sich bestehende Bohrungen erweitern lassen und welchen Beitrag dies zur Leistungssteigerung geothermischer Systeme leisten kann. Der Prototyp soll die bestehende Bohrung um zusätzliche Abzweige zum Untergrund erweitern. Die Forschenden untersuchen, wie stark sich die Leistungsfähigkeit des Systems verbessert.

Quelle und weitere Informationen

Medienmitteilung des Fraunhofer IEG

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