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24. August 2026

Trockenheit in der Schweiz

Fünf Empfehlungen für zukunftsfähiges Wassermanagement

Der Klimawandel verschärft Trockenheit und Wasserknappheit in der Schweiz. Eine breit abgestützte Arbeitsgruppe des Netzwerks Anpassung empfiehlt fünf konkrete Massnahmenpakete für ein klimaresilientereres Wasserressourcenmanagement.

Häufigere und längere Trockenphasen, steigende Temperaturen, schmelzende Gletscher und verschobene Niederschlagsmuster: Der Klimawandel verändert den Wasserhaushalt der Schweiz grundlegend. Das Netzwerk Anpassung an den Klimawandel präsentiert in ihrer neusten Publikation fünf Empfehlungen für ein zukunftsfähiges Wasserressourcenmanagement. Die Empfehlungen richten sich an die Akteure, die derzeit die nationale Wassermanagementstrategie (WMS) erarbeiten, sowie an betroffene Bundesämter, Kantone, Regionen und Akteure der Wirtschaft. Die Publikation soll dabei helfen die Wasserversorgung für Mensch, Wirtschaft und Natur langfristig zu sichern, Nutzungskonflikte zu vermeiden, bevor sie entstehen, und Planungsgrundlagen sowie klare Regeln für die Wassernutzung zu etablieren.

Die fünf vom Netzwerk Anpassung an den Klimawandel ausgearbeiteten Empfehlungen für ein zukunftsfähiges Wasserressourcenmanagement lauten:

  1. Pflicht zur regionalen Wasserressourcenplanung: Kantone sollen gesetzlich verpflichtet werden, vor allem in kritischen Gebieten integrale Wasserressourcenplanungen unter Einbezug lokaler Akteure umzusetzen.
  2. Bessere DatenverfĂĽgbarkeit: Standardisierte Datenformate, ausgebaute Grundwassermessnetze und eine Meldepflicht fĂĽr effektive WasserbezĂĽge sollen robuste Entscheidungsgrundlagen schaffen.
  3. Interkantonale Koordination stärken: Jeder Kanton soll einen Wassermanagement-Delegierten bestimmen; eine neue Arbeitsgruppe bei der KVU soll die kantonsübergreifende Abstimmung stärken.
  4. Wissensaustausch und Sensibilisierung: Praxisorientierte Austauschformate und gezielte Informationskampagnen sollen das Problembewusstsein bei Entscheidungsträgern, Wirtschaft und Bevölkerung erhöhen.
  5. Finanzierung sicherstellen: Für die Umsetzung des Wasserressourcenmanagements werden drei Finanzierungsvarianten vorgeschlagen – von kantonaler Eigenfinanzierung über Programmvereinbarungen bis zur Bundesanschubfinanzierung.

Die Empfehlungen des Netzwerks sollen als Input fĂĽr die Erarbeitung der nationalen Wassermanagementstrategie dienen.

 

Das Netzwerk Anpassung

Das «Netzwerk Anpassung an den Klimawandel» fördert den Austausch über Lösungen und Strategien zur Anpassung an den Klimawandel zwischen Bund, Kantonen, Gemeinden und Städten sowie Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Es wurde 2025 auf der Basis des Klima- und Innovationsgesetzes (KlG, Art. 8) und der dazugehörigen Verordnung (KlV, Art. 28 und Art. 29) eingesetzt. Das Bundesamt für Umwelt BAFU leitet das strategische Leitungsgremium (Lenkungsgruppe). Mehr zum Netzwerk Anpassung:

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