Rund 80 Prozent des Trinkwassers stammen aus Grundwasser, so die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT). Auch für die Landwirtschaft, die Industrie und für viele Ökosysteme ist Grundwasser unverzichtbar. Aufgrund von häufigeren und länger anhaltenden Trockenheitsperioden sei das Grundwasser zunehmend unter Druck und die Konzentration von Schadstoffen im Grundwasser könne während Trockenperioden erhöht sein. Aus diesem Grund müsse, so die SCNAT, die Neubildung von Grundwasser gefördert, die Infrastruktur widerstandsfähiger gemacht und das Management verbessert werden.
Um das Grundwasser besser zu schützen, werden in einem Faktenblatt mehrere Massnahmen vorgeschlagen:
Laut SCNAT ist die Schweiz reich an Grundwasser: Es umfasse ein Volumen von 150 Kubikkilometern, was etwa dem dreifachen Volumen des Bodensees entspräche und etwas mehr als 10 Prozent würden jährlich erneuert. Wie sich Trockenheit aufs Grundwasser auswirke, hänge stark vom Typ des Vorkommens ab, so das SCNAT. Im Mittelland dominieren grosse Vorkommen in Lockergesteinen. Diese reagieren nur langsam auf Veränderungen. Sie können Trockenperioden lange abpuffern. Umgekehrt werden Verunreinigungen nur langsam ausgewaschen. Im Jura und den Alpen dagegen können die Grundwasservorkommen und Quellen bei Trockenheit rasch zurückgehen und versiegen. Auch ist die Filterwirkung des Untergrundes schlechter. Je nach Region und Typ des Grundwasservorkommens seien deshalb unterschiedliche Massnahmen nötig.
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