Das Bundesamt für Umwelt hat das «Hydrologische Jahrbuch für das Jahr 2025» veröffentlicht. Diese Publikation liefert jährlich einen Überblick über das hydrologische Geschehen auf nationaler Ebene. Es zeigt die Entwicklung der Wasserstände und Abflussmengen von Seen, Fliessgewässern und Grundwasser auf und enthält Angaben zu Wassertemperaturen sowie zu physikalischen und chemischen Eigenschaften der wichtigsten Fliessgewässer der Schweiz.
Zu den Besonderheiten für das Jahr 2025 zählt das Jahrbuch, dass im Frühling 2025 die Boote im Bodensee auf dem Trockenen lagen, der Rheinfall sehr wenig Wasser führte und die Grundwasserstände im Verlauf des Frühlings ebenfalls sanken. Dem trockenen Frühling folgte ein sehr warmer Frühsommer. Die Wassertemperaturen vieler Gewässer stiegen dabei auf hohe Werte an. Ein weiteres Ereignis prägte das Jahr 2025: Der Bergsturz im Lötschental (VS) zerstörte Teile des Dorfes Blatten und auch die hydrometrische Messstation an der Lonza. Der Betrieb eines Messnetzes bringt aber auch deutlich weniger schwerwiegende Veränderungen mit sich. So musste etwa in diesem Jahr die Pegelmessung am Bodensee angepasst werden.
2025 ist das viertwärmste Jahr seit Messbeginn hinter den drei Vorjahren 2022 bis 2024. Es startete mit überdurchschnittlichen Temperaturen von Januar bis April. Nach dem zweitwärmsten Juni seit Messbeginn kam die Hitze im August verhalten zurück. Der Dezember war besonders in der Höhe einer der wärmsten. Besonders niederschlagsreich waren die Monate Januar, Juli und September.
Der Winter 2024/25 war durch wenig Niederschlag und deutlich zu hohe Temperaturen geprägt, was zu wenigen Schneefällen und entsprechender Schneearmut besonders in hohen Lagen führte. Die Gletscherschmelze in der Schweiz war 2025 einmal mehr enorm. Ein schneearmer Winter kombiniert mit Hitzewellen im Juni und August führte zu einem überdurchschnittlichen Verlust beim Gletschervolumen.
Die Jahresmittel der Abflüsse und Wasserstände vieler Fliessgewässer und Seen lagen 2025 unter dem Durchschnitt. Im ersten Halbjahr verzeichneten insbesondere auf der Alpennordseite viele Gewässer Niedrigwasser. Im Sommer liessen Gewitter und Starkniederschläge die Gewässer ansteigen und verursachten einzelne Hochwasser, u. a. am Lago Maggiore. Ganz grosse Hochwasserereignisse sind jedoch im Jahr 2025 ausgeblieben. Die Wassertemperaturen waren in der ersten Jahreshälfte, insbesondere im Juni, überdurchschnittlich. Die Jahresmittelwerte lagen jedoch grösstenteils im Durchschnitt.
Das Jahr 2025 war sehr warm. Die 2025 gemessenen Deuterium- und Sauerstoff 18-Werte im Niederschlag waren somit im Vergleich zum langjährigen Jahresdurchschnitt überdurchschnittlich hoch. Die Werte im Rhein, in Aare und Rhone lagen im langjährigen Jahresdurchschnitt.
Im langjährigen Vergleich lagen die Grundwasserstände und Quellabflüsse im Jahr 2025 im Normalbereich. An rund jeder zweiten Messstelle waren hohe Grundwassertemperaturen zu verzeichnen.
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