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02. November 2026

Leitungsinspektionen im Wasser

Neues Inspektionssystem erfolgreich getestet

Ein teilautonomes Unterwasser-Inspektionssystem zur Infrastrukturdatenerfassung hat einen Praxistest in einem See in der Nähe von Berlin erfolgreich bestanden. Es erfasste  den Verlauf einer Wasserleitung und ortete deren Fehlstellen. Das im Forschungsprojekt TAUWIS entwickelte System kombiniert laut Angaben  des Fraunhofer ISOB-AST Sensoren zur elektromagnetischen Inspektion, Sonar und optische Kameras zu einem System.

Wenn Wasserleitungen im See wegen einer Sandschicht nicht mit Sonar oder Kamera untersucht werden können, fällt die Inspektion schwierig aus. Für diesen Fall wurde das TAUWIS-System entwickelt. Das Herzstück von TAUWIS ist die Kombination eines ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugs (ROV) mit einem CMI-Sensor (Current Magnetometry Inspection) zur Bewertung metallischer Werkstoffe. TAUWIS demonstrierte, laut einer Medienmitteilung des Fraunhofer Institutsteils für Angewandte Systemtechnik (AST) seine Praxistauglichkeit im Sommer 2026. Bei der Inspektion eines Rohres im Müggelsee bei Berlin konnte der Leitungsverlauf abgefahren und eine Leckage anhand der ausgewerteten Sensordaten geortet werden.

Sensorik, Fahrzeug und Auswertesoftware gebündelt

Gemäss der Medienmitteilung enthält das System zwei Innovationen: Zum einen wurde die CMI-Technologie erstmals für den Unterwassereinsatz adaptiert. Zum anderen entstand eine Messplattform, welche das Abfahren der Leitungsstücke teilautonom durchführt. Die eigentliche Inspektion erfolgt, so das Fraunhofer AST, danach in einem Post-Processing-Verfahren. Anders als bisher üblich bündelt TAUWIS, so die Mitteilung, damit Sensorik, Fahrzeug und Auswertesoftware in einem System.

Nutzung nicht auf Wasserleitungen beschränkt

Die Entwicklungsgruppe ist überzeugt, dass das Potenzial des Systems über die Wasserversorgung hinausreicht. Mit geringfügigen Anpassungen soll sich das System auch zur Inspektion von Leitungen in Küstengewässern, von Dükern in Wasserstrassen sowie von Wasserstoff-, Öl- und Gasleitungen einsetzen lassen. Des Weiteren soll die Lösung in Folgeprojekten um eine KI-gestützte Einheit erweitert werden, um damit eine vollautonome Steuerung und die Echtzeit-Datenauswertung direkt auf dem Fahrzeug selbst realisieren zu können.

Quelle und weitere Informationen

Medienmitteilung des Fraunhofer AST

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