Plattform für Wasser, Gas und Wärme
09. Mai 2022

Prolog

Die Zeit drängt

Der am Montag, 4. April 2022 veröffentlichte dritte Bericht des Weltklimarats (IPCC) ist eine weitere Warnung hinsichtlich der beunruhigenden Situation, in der wir uns schon bald befinden werden, wenn nicht sofort härtere Massnahmen ergriffen werden: Damit die Erwärmung auf 1,5 Grad begrenzt werden kann, dürfen die Treibhausgasemissionen nur noch bis spätestens 2025 ansteigen und müssen dann drastisch zurückgehen.

Wir haben also noch drei Jahre Zeit, um aktiv zur Umkehr dieses Anstiegs beizutragen.

Gleichzeitig verdeutlicht der Krieg in der Ukraine derzeit unsere wirtschaftliche Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie auch die Importabhängigkeit unserer Versorgung. Die aktuelle Lage zeigt klar auf, dass die Entwicklung von Fernwärmenetzen unverzichtbar ist, da sie Wärme aus erneuerbaren und lokalen Energien liefern können, die sich mit individuellen Lösungen nicht nutzen liessen.

Abwärme aus Verbrennungsanlagen, See- oder Grundwasser, Geothermie usw. – diese Energiepotenziale werden unter der Voraussetzung, dass sie in angemessener Entfernung zum Wärmebedarf verfügbar sind, bereits genutzt oder für Projekte in Betracht gezogen, die sich in der Konsolidierungsphase befinden. Mit Artikeln in dieser Zeitschrift wird aufgezeigt, dass andere Wärmequellen nutzbar sind, aber auch, dass bestimmte, noch zu wenig beachtete Technologien Chancen zur Ergänzung geplanter Netze bieten.

Wenn solch ehrgeizige Projekte einmal definiert sind, darf es angesichts der aktuellen Dringlichkeit nicht mehr zehn Jahre von der Machbarkeitsstudie bis zur ersten Wärmelieferung oder ein Jahr bis zur Baugenehmigung dauern. Der Durchlauf durch alle Etappen muss deutlich beschleunigt werden. Wir müssen nicht nur die Herausforderungen im Zusammenhang mit Lieferengpässen oder dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften meistern, sondern wir müssen darüber hinaus zu einer dynamischeren Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand gelangen. Dies ist ein Schlüsselfaktor, damit wir einen angemessenen Beitrag zur Energiestrategie der Schweiz leisten können.

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Kommentare (1)

Marcel Aregger am 16.05 2022 um 10:41

Klimakatastrophe 2022

Kurz zwei Bermerkungen - Warum wird die Zeit vor ca. 20'000 Jahren nicht beachtet, damals waren die Weltmeere ca. 130m unter dem Meeresspiegel von Heute und pro menschlichem Lebens-Zyklus ist das Meer um 1m angestiegen. - Warum wird die Zeit vor ca. 10'000 Jahren nicht beachtet, damals waren die Weltmeere ca. 60m unter dem Meeresspiegel von Heute und man konnte zu Fuss nach England laufen, ohne Ärmelkanal, seither ist das Meer pro menschlichem Lebens-Zyklus (ca.70 Jahre) jeweils um 1m angestiegen. Es ist sicherlich nicht gut, was wir zur Zeit an fossilem Brennstoff verheizen - damit könnte viel besseres gemacht werden. Warum kommen in diesen Studien nur die das Wort, die das Narrativ das unbedingt verbreitet werden muss bewirtschaften? Wo sind die skeptischen Worte die das stehlen der Wertvollen Erden in der 3. Welt, in Australien - Süd-Amerika und Afrika anprangern? Da findet kein Diskurs statt, da findet nur einseitige Information statt, damit das in die Köpfe eingebrannt wird, was gewollt ist! Eigentlich ist es ganz einfach, jedes Geld das verdient wird, verursacht Klimaschaden - da muss angesetzt werden, es darf nur soviel verdient werden wie benötigt wird, wer exorbitant verdient muss sein mehr der Allgemeinheit abgeben und das wir entweder verteilt oder .... - gute Ideen sind gefragt ;-) Beste Grüsse Marcel Aregger - immer Kritisch, nie Mainstream - die sind von den bestverdienenden bezahlt - leider

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