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29. Januar 2019

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Trinkwasser ist vielerorts ungenügend geschützt

Eine aktuelle Studie des Bundesamtes für Umwelt (Nov. 2018) deckt erschreckende Lücken im aktuellen Trinkwasserschutz auf.
André Olschewski 

Dies berichtet Gaudenz Wacker in seinem Bericht auf Radio SRF News in der Sendung vom 23. Januar 2019. Da der Schutz zahlreicher Trinkwasserfassungen nicht effektiv umgesetzt sei, würden heute ungefähr eine Million Menschen von Fassungen versorgt, deren Schutz nicht ausreichend ist.

Im Bericht des Bafu ist die Rede von «schweren Nutzungskonflikten», die «eine grosse Gefährdung der Trinkwassernutzung» darstellten. Dies sind Situationen, bei denen der vorsorgliche Grundwasserschutz wegen der Nutzungen nicht mehr sichergestellt ist. In der Vergangenheit waren die Gründe oft der Bau von Siedlungen und Verkehrswegen in Schutzzonen, in Zukunft wird dies vermehrt die Landwirtschaft betreffen. Obschon in vielen Fassungen die Wasserqualität noch gut ist, ist allen klar:

Von solchen Nutzungskonflikten geht eine ernst zu nehmende Gefahr fürs Grund- und damit fürs Trinkwasser aus. Die Schliessung diverser Fassungen in der Vergangenheit bestätigt diese Einschätzung.

«Rund eine Million Menschen werden aus ungenügend geschütztem Grundwasser versorgt».

In Bundesbern wird in den nächsten Monaten verstärkt über das Thema Trinkwasserschutz diskutiert – insbesondere wenn das Parlament die Trinkwasser-Initiative berät. Der Trinkwasserverband SVGW setzt sich für einen substanziellen Gegenvorschlag und ein Massnahmenpaket ein, die dieser Problematik gerecht werden (siehe auch «Echo der Zeit vom 24. Januar 2019»). Sie hören von uns.

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