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26. November 2019

G-HK

Wie viel Wasserstoff liegt drin?

Die Sitzung der G-HK von Mitte November 2019 stand ganz im Zeichen der Vorbereitung für das Jahr 2020. Mit einer präziseren Planung soll den neuen Herausforderungen, wie zum Beispiel den erneuerbaren Gasen oder dem Gasversorgungsgesetz, besser Rechnung getragen werden.

Andrea Zinsli, der Vorsitzende der Gas-Hauptkommission (G-HK) konnte an der letzten Sitzung des Jahres eine neue Übersicht der aktuellen Themen vorstellen. Die zeitlich geordnete Darstellung der wichtigsten laufenden Aktivitäten in den Bereichen Methanemissionen, erneuerbare Gase wie Biogas und Wasserstoff oder Gasversorgungsgesetz etc. soll eine effizientere und ressourcenoptimierte Bearbeitung der Themen ermöglichen und die Prioritätensetzung erleichtern.

Infos und Schulungen

Die G-UK1 «Transport und Speicherung» berichtete über die bisher erfolgreich durchgeführten Informationsveranstaltungen zur neuen G2. Die Kursteilnehmer äusserten den Wunsch nach einem regelmässigen Austausch (z. B. Erfa-Tagung).

Die G-UK2 informierte über die Schulung zu den Empfehlungen G1006 und G1007. Im nächsten Jahr ist eine Fachtagung zu Druck- und Dichtheitsprüfungen im Gebäude und Netz geplant.

Die G-UK4 kam im November zusammen. Besprochen wurden die Richtlinie G18 «Gasbeschaffenheit», die Einarbeitung der Norm EN 16726 «Gasinfrastruktur – Beschaffenheit von Gas - Gruppe H» sowie die Erhöhung des Wasserstoff-Gehalts im Gasnetz.

Risiken überprüfen

Die Gaziers Romands schlagen eine Überarbeitung des Reglements G221 «Sicherheitsaudit – Überprüfung der Qualifikation und Organisation von Gasversorgungsunternehmen/ Gasnetzbetreibern unter kantonaler Aufsicht» vor. Vor allem müssten die Wiederholungsaudits sowie deren Ablauf präziser definiert werden.

Im Hinblick auf einen gesetzeskonformen Vollzug des Rohrleitungsgesetzes bei Bewilligungsverfahren lässt das Bundesamt für Energie (BFE) ein Gutachten erstellen. Ziel ist die Ermittlung der Gefährdung, die von Rohrleitungsanlagen unter Aufsicht der Kantone (d.h. bis und mit 5 bar) hervorgeht. Aufgrund der definitiven Resultate, die im nächsten Jahr vorliegen werden, wird das BFE den Handlungsbedarf bzw. das weitere Vorgehen definieren.

Roman Huber präsentierte den Stand des FOGA-Projekts «Methanemissionen des Netzes». Die G-UK1 setzt sich bereits mit den entsprechenden Massnahmen für das Netz auseinander.

Der Leiter der Arbeitsgruppe LNG hat an der Sitzung zudem aufgezeigt, in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf zur Fertigstellung des Rahmenberichts für stationäre LNG-Satellitenanlagen besteht, nämlich beim Stoffverhalten, dem Anlagenbau sowie «Worst Case»-Szenarien. Die Geschäftsstelle wird das weitere Vorgehen klären und entsprechend informieren.

Sicherheitshandbuch in neuer Form

Das Sicherheitshandbuch von VSE und SVGW wird 2020 in einem neuen Layout erscheinen. Zudem wurde das Kapitel «Fernwärme» überarbeitet.

Ausserdem war zu erfahren: Ende Oktober hat der Bundesrat die Vernehmlassung zum Gasversorgungsgesetz GasVG gestartet. Der VSG hat innerhalb der Gasbranche den Lead für die Koordination der Stellungnahmen. Der SVGW ist daran, die Vernehmlassungsvorlage zu prüfen und wird voraussichtlich eine eigene Stellungnahme einreichen. Bei der Erarbeitung der Stellungnahme wird sich der SVGW mit den Vertretern der G-HK und mit dem VSG eng abstimmen.

Die europäische Normierungsorganisation CEN wird mit der EU einen «Standardisation Request» zur Wasserstoffverträglichkeit von Gasnetzen lancieren, so dass die Normungsgremien im 3. Quartal 2020 mit Normenentwicklung, Reporting und Evaluation beginnen können, um wie vorgesehen 2024 die Arbeiten abzuschliessen.

 

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