Die Unterkommission G-UK1 ist zurzeit mit der Ausarbeitung des neuen Merkblatts G10117 «Drucküberwachung und Druckregelung» betraut. Mit dieser Empfehlung wird ein Vorgehen für die Drucküberwachung und Druckregelung in Gasnetzen unter kantonaler Aufsicht beschrieben. Der Geltungsbereich umfasst Gasnetze mit einem maximal zulässigen Betriebsdruck MOP bis 5 bar einschliesslich der zugehörigen Regel- und Sicherheitseinrichtungen sowie der angeschlossenen Gasverbrauchsapparate. Die Empfehlung ergänzt die bestehende SVGW-Richtlinie G7 «Gasdruckregelanlagen» und nimmt Bezug auf weitere Richtlinien wie insbesondere G1 für Gasinstallationen und G13 für die Einspeisung erneuerbarer Gase.
Ziel der neuen Empfehlung ist es, die zulässigen Druckgrenzen in Gasnetzen, nachgelagerten Netzen und Gasinstallationen zuverlässig einzuhalten. Dabei stehen speziell die systematische Festlegung von Einstellwerten für Gasdruckregelgeräte, Sicherheitsabsperrventile und Sicherheitsabblaseventile sowie die Abstimmung von Toleranzbändern im Fokus. Damit soll sichergestellt werden, dass Regel- und Sicherheitseinrichtungen im Betrieb wirksam zusammenarbeiten und unzulässige Druckzustände vermieden werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Druckstaffelung bei ein- und zweischienigen Druckregelanlagen sowie bei Netzen mit mehreren Einspeisungen. Dies betrifft unter anderem Situationen, in denen ein Druckbereich sowohl aus einem vorgelagerten Netz als auch durch lokale Einspeisungen, beispielsweise erneuerbare Gase, versorgt wird. Die Empfehlung soll Netzbetreiber dabei unterstĂĽtzen, solche Systeme nachvollziehbar zu projektieren, einzustellen, zu prĂĽfen und zu dokumentieren.
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