Die G-UK1 kam am 27. Mai 2026 bei Energie 360° in Zürich zu ihrer zweiten Sitzung des Jahres zusammen. Die Kommission behandelte mehrere laufende Arbeiten am SVGW-Regelwerk Gas und legte nächste Schritte fest. Anwesend waren Vertreter aus Gasversorgungsunternehmen, Fachstellen und der SVGW-Geschäftsstelle.
Ein Schwerpunkt war das Merkblatt G10117 «Drucküberwachung und Druckregelung». Die Rückmeldungen der Mitglieder werden in den Entwurf eingearbeitet. Danach erhält die Kommission die überarbeitete Version zur Einsicht. Die G-UK1 genehmigte dieses Vorgehen. Das Merkblatt soll im September 2026 publiziert werden.
Auch der bestehende Entwurf zum Merkblatt GWF 20000 zu Leitungsabständen wird der Kommission zur Kommentierung vorgelegt. Damit fliessen Erfahrungen aus Planung, Bau und Betrieb früh in die weitere Bearbeitung ein.
Die G-UK1 befasste sich zudem mit der Revision der SVGW-Empfehlung G1001 «Sicherheitsbeurteilung von Erdgasleitungen mit Betriebsdruck 1 bis 5 bar». Die Arbeitsgruppe schlägt vor, die Empfehlung zu einer Richtlinie weiterzuentwickeln und Wasserstoff bis 5 bar zu integrieren, und die Kommission übernimmt für diese Revision eine fachliche Überprüfungsfunktion.
Dasselbe gilt für die Erarbeitung von Regelwerken zum Transport von Wasserstoff in Netzen. Die Arbeitsgruppe «Wasserstoff» wird fachlich an die G-UK1 angebunden. Damit stellt der SVGW sicher, dass Erfahrungen aus dem bestehenden Gasregelwerk in die neuen Wasserstoff-Themen einfliessen. Die G-UK1 diskutierte zudem das weitere Vorgehen zum Thema Emissionen aus Gasnetzen. Im Zentrum stehen Berichte sowie technische Massnahmen. Ziel ist eine strukturierte fachliche Bearbeitung des Themas.
Unter Diverses behandelte die Kommission die Sicherheit bei Arbeiten an gasführenden Rohrleitungen. Die heute beschriebenen Arbeitsprozesse sollen mit dem aktuellen Stand der Technik abgeglichen werden. An der nächsten Sitzung soll geklärt werden, wie das Thema im Schweizer Kontext weiterbearbeitet wird.
Nach der Sitzung besuchten die Mitglieder der G-UK1 das Praxislabor H2 von Energie 360° in Winkel ZH. Dort untersucht Energie 360° unter realen Bedingungen, wie sich ein Anteil von 20 Prozent Wasserstoff im Gasverteilnetz verhält. Das Projekt betrachtet auch die Auswirkungen auf Kundenanlagen und Gasverbrauchsapparate. Dazu speist Energie 360° Wasserstoff aus Flaschenbündeln kontrolliert 20 Prozent Wasserstoff in das Gasnetz von Winkel ein. Eine stationäre Messapparatur überwacht den Wasserstoffanteil und die Gasqualität.
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