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22. September 2026

Wärme

Korrosion unter Kontrolle

Wie lassen sich thermische Netze wirksam vor Korrosion schützen? Können für Gebäudeanschlüsse Buntmetalle eingesetzt und damit die Anschlusskosten gesenkt werden? Antworten auf diese Fragen lieferte die ERFA-Wärmetagung in Bern.
Margarete Bucheli 

Das grosse Interesse und die lebhaften Diskussionen an der ERFA-Tagung zeigten: Der Korrosionsschutz beschäftigt die Branche intensiv. Markus Büchler von der Schweizerischen Gesellschaft für Korrosionsschutz (SGK) beleuchtete in mehreren Referaten die Grundlagen der Korrosion, die Problematik der Innenkorrosion in thermischen Netzen sowie die Rolle von Buntmetallen. Weitere praxisnahe Einblicke lieferte Pascal Strub (Amt für Umwelt und Energie, Basel-Stadt), der sich in seiner früheren Tätigkeit bei IWB eingehend mit diesem Themenfeld befasst hatte. Er zeigte auf, welchen Einfluss die Wasserchemie auf Korrosionsprozesse hat, und beleuchtete den Einsatz von Korrosionsinhibitoren sowie verschiedene Fahrweisen thermischer Netze.

Praxis-Beispiele

Vertreter verschiedener Wärmeversorger berichteten über ihre Strategien zum Korrosionsschutz in thermischen Netzen. Bei Fernwärme Zürich und den IBC Chur kämen keine Korrosionsinhibitoren zum Einsatz, wie Rudi Zinniker respektive Remo Wolf erklärten. Dagegen setzten sowohl Groupe E als auch die Eniwa AG auf Korrosionsinhibitoren und hätten damit gute Erfahrung gemacht, wie Malik Seydoux und Milenko Vukajlovic berichteten. In der abschliessenden Diskussion fasste Pascal Strub die wichtigsten Erkenntnisse des Tages in folgendem Rat zusammen: Aufgrund der hohen Komplexität der Thematik sollten bestehende, gut funktionierende Systeme nicht unüberlegt abgeändert werden.

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