Am 8. Oktober 2026 standen die strategische Weiterentwicklung des Netzwerks und der fachliche Austausch im Mittelpunkt. Eine Führung durch die Energiezentrale Baden Nord ergänzte das Treffen um praktische Einblicke in die Energieversorgung.
Die Mitglieder diskutierten die strategische Ausrichtung und die organisatorische Weiterentwicklung der SVGW Young Professionals. Ein zentrales Thema war die künftige Mitarbeit im SVGW. Coachingangebote und eine stärkere Einbindung in die Kommissionsarbeit sollen den Wissenstransfer fördern. Der Austausch bot Gelegenheit, unterschiedliche Perspektiven einzubringen und gemeinsame Ziele für die weitere Zusammenarbeit zu definieren. Zudem wurden die neuen Gruppenleitungen gewählt.
Im Anschluss an den strategischen Teil des Treffens erläuterte Jonas Hurter, Ressortleiter Energieprojekte bei der Regionalwerke AG Baden, das Zusammenspiel der verschiedenen Erzeugungstechnologien. Ein wichtiger Bestandteil ist die Abwärme aus der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Turgi. Über die rund 3,3 Kilometer lange SIBANO-Leitung (Siggenthal–Baden Nord) gelangt sie nach Baden Nord.
Die Energiezentrale verfügt über 27,5 MW installierte Wärmeleistung. Der jährliche Wärmeabsatz beträgt rund 60 GWh, das Wärmenetz ist etwa 10 Kilometer lang.
Die Kälteversorgung verfügt über 12 MW Leistung und setzt jährlich 7,8 GWh ab. Das Kältenetz umfasst rund 3,5 Kilometer.
Grundwasser-Wärmepumpen nutzen die thermische Energie des Grundwassers und tragen so zur Wärmeversorgung bei. Gasheizkessel decken Spitzenlasten ab und dienen bei Anlagenausfällen als Absicherung. Grosse Speicher unterstützen das Zusammenspiel der Technologien und ermöglichen eine bedarfsgerechte Versorgung.
Die Energiezentrale blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bevor die Regionalwerke AG Baden die Anlage übernahm, gehörte sie zuerst der BBC (Brown, Boveri & Cie.) und danach der ABB (Asea Brown Boveri). Die Wärme für die Produktionsprozesse wurde zunächst mit Kohle, später mit Öl und schliesslich mit Gas erzeugt. Heute prägen Abwärmenutzung und das Zusammenspiel verschiedener Technologien die Wärmeversorgung. Die Entwicklung zeigt, wie bestehende Infrastrukturen eine nachhaltige Energieversorgung ermöglichen.
Das Treffen verband strategische Diskussionen mit der Wahl der neuen Gruppenleitungen und technischen Einblicken. Die Young Professionals gestalteten die Weiterentwicklung ihres Netzwerks mit und vertieften ihr Verständnis für moderne Wärme- und Kältenetze.
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