Plattform für Wasser, Gas und Wärme
10. Oktober 2017

Geoinformationsgesetz

Grosser Wissensbedarf

Die SVGW-Arbeitsgruppe «Geoinformationssysteme» (S-AG5) wird wieder aktiv. Grund dafür sind offene Fragen von Gas- und Wasserversorgern zum Thema GIS/Geodaten, resp. generell rund um das Geoinformationsgesetz. Auch wird sich die S-AG5 aktiv in die Diskussion zur Einführung eines nationalen Leitungskatasters einbringen.
André Olschewski 

Ungefähr 60% der Gas- und Wasserversorger kennen die möglichen Auswirkungen des Geoinformationsgesetzes auf ihre Tätigkeiten nicht. Fast 40% haben drängende Fragen in Bezug auf Datenzugang, Verantwortlichkeiten bei Haftungsfragen, zu Kostenfolgen oder zu anderen Themen. Das ergab eine Umfrage des SVGW diesen Sommer bei seinen Mitgliedern, bei der über 220 Unternehmen teilgenommen hatten.

Reaktivierung der Arbeitsgruppe «Geoinformationssysteme»

Der grosse Rücklauf und die darin geäusserten Fragen sowie Bedenken haben den SVGW darin bestärkt, die Arbeitsgruppe «Geoinformationssysteme» (S-AG 5) zu reaktivieren. Die vorläufigen Ziele der Gruppe sind:

  • konkrete Positionen und Vorgaben auf technischer oder rechtlicher Ebene zu entwickeln (u.a. aktualisiertes Datenmodell, Haftung bei Datenpublikation)
  • den Informationsaustausch zwischen den Versorgern zum Thema GIS/Geodaten in allen Medien (Gas, Fernwärme, Trinkwasser) zu verbessern
  • konkrete Forderungen der Branche im Hinblick auf eine allfällige Einführung eines nationalen Leitungskatasters zu formulieren
Workshop zu nationalem Leistungskataster

Parallel dazu hat im August 2017 unter Leitung von swisstopo eine breit abgestützte Diskussion zu Sinn und Zweck der Einführung eines Leitungskatasters auf nationaler Ebene (LKCH) begonnen. Der SVGW ist durch Michael Berteld von den iwb Basel in der paritätischen Arbeitsgruppe zum LKCH vertreten.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Durchführung eines öffentlichen Workshops zum Thema LKCH. Im Workshop sollen neben der Grundsatzdiskussion unter anderem rechtliche Fragen zur Haftung und zur Kostentragung aber auch technische Fragen zur Datenqualität erörtert werden. Der LKCH-Workshop findet am 9.11.2017 in Bern statt. Die Resultate liegen inzwischen vor.

Falls jemand Ideen und Vorschläge betreffend der S-AG5 einbringen möchten oder Fragen hat, die am LKCH-Workshop geklärt werden sollten, kann er sich bis zum 7. November an den SVGW-Bereichsleiter Wasser, André Olschewski, wenden: a.olschewski@svgw.ch.

 

 

 

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