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13. Juli 2023

Neue Fachinformation WF15000

Wärmenutzung aus Trinkwasser

Als Folge des Netto-Null-Ziels 2050, das sich die Schweiz gesteckt hat, gewinnt die thermische Nutzung von Oberflächen- und Grundwasser an Bedeutung. Darüber hinaus wird vermehrt auch die thermische Nutzung von Trinkwasser vorgeschlagen. Die neue SVGW-Fachinformation WF15000 «Wärmenutzung aus Trinkwasser» beschreibt die damit verbundenen Risiken und zeigt auf, wie sich diese auf ein vertretbares Mass reduzieren lassen.

Die Energieversorger sind bestrebt, immer mehr Haushaltungen an ihre zentralen Fernw√§rmesysteme anzubinden. Bei potenziell aufw√§ndigen Einbindungen von Liegenschaften in bestehende thermische Netze suchen die W√§rmeversorger nach geeigneten Alternativen. Eine davon ist die Nutzung einer Trinkwasserleitung mit gen√ľgend hohem Durchsatz.

Die Trinkwasserqualität darf nicht beeinträchtigt werden

Der Wärmeentzug direkt aus dem Trinkwasserverteilnetz wurde bisher aus Sorge um die Trinkwasserqualität nicht zugelassen respektive praktiziert. Mit der im Juli 2023 veröffentlichten SVGW-Fachinformation WF15000 sollen nun die Rahmenbedingungen aufgezeigt werden, unter deren Einhaltung eine Wärmenutzung aus dem Trinkwasserverteilnetz doch möglich ist, ohne dabei die qualitativen Anforderungen an Trinkwasser zu beeinträchtigen. Die einwandfreie Qualität des Trinkwassers steht an erster Stelle, sie darf zu keinem Zeitpunkt gefährdet werden. Kann dies durch technische Massnahmen nicht sichergestellt werden, darf eine Wärmenutzung nicht realisiert werden.

Kältenutzung aus Trinkwasser nicht zulässig

Die W√§rme- bzw. K√§ltenutzung f√ľhrt zu einem Absenken respektive einer Erh√∂hung der Trinkwassertemperatur. Da eine Temperaturerh√∂hung im Verteilnetz zu unerw√ľnschtem Aufkeimen von Mikroorganismen f√ľhren kann, ist aus hygienischen Gr√ľnden daher nur eine W√§rmenutzung aus Trinkwasser unter Einhaltung der Vorgaben der WF15000 m√∂glich, die K√§ltenutzung hingegen ist in keinem Fall zul√§ssig.

Wärmenutzung mit Massnahmen zur Risikominderung möglich

Neben den organisatorischen und legalen Aspekten werden in der WF15000 die technischen Anforderungen an Installationen zur Wärmenutzung aus Trinkwasser aufgezeigt. Des Weiteren wird das Vorgehen zur Gefährdungsanalyse samt Risikobeurteilung solcher Anlagen und zum Festlegen von Massnahmen der Risikominderung beschrieben. Ein Best-Practice-Beispiel rundet die Fachinformation ab.

 

Die Fachinformation kann kostenlos im Shop heruntergeladen werden.

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