Mehrere Medien haben in ihrer Berichterstattung in den letzten Tagen darauf hingewiesen, dass die Schweiz nach einem aussergewöhnlich trockenen Frühling mit niedrigen Wasserreserven in den Sommer geht. Der April gehörte vielerorts zu den trockensten seit Messbeginn. Flüsse führen für die Jahreszeit wenig Wasser, und auch Seen wie Bodensee und Vierwaldstättersee liegen unter den üblichen Pegeln. In Teilen der Alpen werden zudem tiefe Grundwasserstände gemessen. Besonders intensiv wird über die möglichen Folgen für die Landwirtschaft berichtet. Trockene Böden erschweren das Pflanzenwachstum, und bei ausbleibenden Niederschlägen drohen Ertragseinbussen. Gleichzeitig wird diskutiert, wie Wasser künftig priorisiert werden soll. Experten weisen darauf hin, dass die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung oberste Priorität hat, während Nutzungskonflikte mit Landwirtschaft, Industrie und Energieproduktion zunehmen könnten.
Für viele Wasserversorgungen liegt die Herausforderung darin, dass der Trinkwasserverbrauch bei der grossen Hitze stark steigt und die Infrastruktur an die Kapazitätsgrenzen bringt. Vereinzelt haben Versorger und Gemeinden daher bereits an die Bevölkerung appelliert, sparsam mit Trinkwasser umzugehen und beispielsweise auf das Nachfüllen von Swimmingpools oder die Bewässerung von Rasenflächen zu verzichten.
Der SVGW hat neu ein Dossier zum Thema «Trockenheit» auf der Website publiziert. Dort finden Wasserversorger und Interessierte umfangreiche Informationen rund um diese Herausforderung, die uns auch zukünftig beschäftigen wird. Unter anderem finden Versorgungen, die sich mit Sparapellen an die Bevölkerung richten möchten, das SVGW-Argumentarium «Wassersparen in der Schweiz», das Hilfestellungen und Sprachregelungen rund um Wassersparapelle bietet.
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