Damit stellt sich auch eine unbequeme, aber legitime Frage: Wie viel darf Gewässerschutz kosten? Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht. Klar ist: Die Mittel sind begrenzt, und jeder zusätzliche Anspruch muss sorgfältig begrĂĽndet werden. Ebenso klar ist: Verschmutzte Gewässer, belastetes Trinkwasser, Schäden an Ă–kosystemen verursachen ebenfalls Kosten – oft höhere und weniger steuerbare.Â
Deshalb dĂĽrfen wir die Kostenfrage nicht verdrängen. Wir mĂĽssen offen darĂĽber sprechen, welche Massnahmen welche Wirkung erzielen und wo sie am meisten Nutzen bringen – in der Siedlungsentwässerung ebenso wie in der Landwirtschaft, bei Produkten oder im Vollzug. Entscheidend ist, dass Massnahmen dort ansetzen, wo sie Wirkung entfalten, und dass sie tatsächlich umgesetzt werden können.Â
Wer Kosten, Ressourcen und Zielkonflikte ernst nimmt, schwächt den Gewässerschutz nicht – sondern macht ihn glaubwĂĽrdiger und wirksamer.Â
Hier sehe ich eine zentrale Rolle des VSA. Wir bringen Fachwissen, Praxis, Vollzug, Planung und Wissenschaft zusammen. Wir können helfen, ambitionierte Ziele in praxistaugliche Lösungen zu ĂĽbersetzen.Â
Gewässerschutz braucht Anspruch. Aber entscheidend ist, dass Fortschritte nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern in unseren Gewässern ankommen.
«AQUA & GAS» gibt es auch als E-Paper. Abonnenten, SVGW- und/oder VSA-Mitglieder haben Zugang zu allen Ausgaben von A&G.
Den «Wasserspiegel» gibt es auch als E-Paper. Im SVGW-Shop sind sämtliche bisher erschienenen Ausgaben frei zugänglich.
Kommentare (0)