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21. Dezember 2022

CC Industrie & Gewerbe: Hilfsmittel Gewässerschutz

Aquakulturanlagen

Der VSA publiziert die Leitfäden «Aquakulturanlagen» Teil 1 und Teil 2 sowie das interkantonale Merkblatt und stellt die Publikationen auf der Website zur Verfügung. Diese Dokumente unterstützen die Vollzugspraxis und die Planung und den Betrieb von Aquakulturanlagen.

Im interkantonalen Merkblatt Aquakulturanlagen sind die Anforderungen an die Ablaufwasserableitung, Überwachung und Schlammverwertung dokumentiert. Denn kommerzielle Aquakulturanlagen sind nicht zu vernachlässigende Quellen von Schadstoffeinträgen in die Gewässer. Dabei spielen insbesondere Nährstoffe wie Phosphor (P) und Stickstoff (N) sowie gelöste organische Kohlenstoffe (DOC) und gesamt ungelöste Stoffe (GUS) eine bedeutende Rolle. Aber auch eingesetzte Medikamente und Desinfektionsmittel können im Gewässer Probleme verursachen. Die heutige Gewässerschutzgesetzgebung enthält nur wenige numerische Anforderungen an die Gewässerqualität und an die Abwasserbelastung. Bei der Beurteilung der Entsorgungsmöglichkeiten für die anfallenden Abwasserströme stellt sich daher die Frage, welche Anforderungen der Belastungssituation von Aquakulturanlagen gerecht werden bzw. für den Schutz der Gewässer erforderlich sind.

Das Merkblatt beschreibt die Möglichkeiten zur Verwertung/Ableitung des Abflaufwassers, macht Angaben zum Umgang mit dem anfallenden Schlamm sowie zur Überwachung der Anlage. Für die Einleitung des Ablaufwassers in ein Gewässer legt das Merkblatt Anforderungen an die Abwasser- und Gewässerqualität fest. Dabei unterscheidet es zwischen neuen bzw. zu sanierenden und bestehenden Anlagen. Das Merkblatt richtet sich an Behörden, Betreiber von bestehenden Aquakulturanlagen und Planer von Neuanlagen.

Der Leitfaden (Aquakulturanlagen Teil 1) beschreibt die Branche der Aquakulturanlagen, die Möglichkeiten zur Verwertung des Ablaufwassers und des Schlammes und die Überwachung der Anlage. Für die Ableitung des Ablaufwassers in ein Gewässer legt der Leitfaden Anforderungen an die Abwasserqualität sowie die Gewässerqualität fest. Dabei unterscheidet er zwischen neuen und bestehenden Anlagen. Auf diese Weise wird dem Bestandesschutz für bestehende Anlagen angemessen Rechnung getragen. Für neue Anlagen empfiehlt der VSA hingegen weitere Anforderungen an die Abwasser- und Gewässerqualität, um den Bau von Anlagen an ungeeigneten Standorten zu vermeiden.

Der Leitfaden (Aquakulturanlagen Teil 1) dokumentiert den schweizerischen Stand der Technik und die gute Praxis bezüglich Einleitung /Entsorgung von Ablaufwasser und Verwertung von Schlamm aus Aquakulturanlagen. Der Leitfaden richtet sich an die Vollzugs- resp. Bewilligungsbehörden, Gesuchsteller, Planer und Betreiber von Aquakulturanlagen.

Die Anforderungen an den Stand der Technik sind im Leitfaden Aquakulturanlagen, Teil 2: «Stand der Technik zur Reduktion von Emissionen» [1] erläutert. Teil 2 richtet sich an Behörden, welche Neuanlagen bewilligen und bestehende Anlagen überprüfen müssen, an Gesuchsteller, welche neue Aquakulturanlagen planen, an Betreiber von bestehenden Aquakulturanlagen sowie an Planer und Ingenieurbüros.

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